Nach Berichten über drei mutmaßlich vermeidbare Kindstode in Berliner Krankenhäusern weist Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) einen direkten Zusammenhang mit der finanziellen Lage der Kliniken der Stadt zurück. Der Bundesrat habe erst am vergangenen Freitag auf die schwierige wirtschaftliche Situation vieler Krankenhäuser hingewiesen. Auch sie selbst habe wiederholt ihre Sorge über mögliche Insolvenzen infolge der Unterfinanzierung geäußert, sagte Czyborra. Einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen den bekannt gewordenen Verdachtsfällen und den finanziellen Problemen der Berliner Kliniken sieht die Senatorin jedoch nicht.
Czyborra: Mehrere voll ausgestattete pädiatrische Spezialkliniken
Berlin verfüge über eine „hervorragende Kindermedizin“ mit mehreren voll ausgestatteten pädiatrischen Spezialkliniken. Insbesondere in der Kinderintensivmedizin kämen Patientinnen und Patienten aus anderen Regionen nach Berlin, um sich dort behandeln zu lassen. „Insofern ist, glaube ich, der Kontext, der hier hergestellt wird, etwas schwierig“, sagte Czyborra.
Zu den konkreten Vorwürfen möglicher Behandlungsfehler äußerte sich die Senatorin nicht. Die Prüfung solcher Verdachtsfälle liege bei den dafür zuständigen Stellen im Gesundheitssystem. Dies gelte gleichermaßen für Erwachsene wie für Kinder.
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