Dritte Woche im Ausstand

Hunderte Kitas in Brandenburg bleiben geschlossen

Auch in der dritten Woche der bundesweiten Kita-Streiks bleiben hunderte Einrichtungen in Brandenburg geschlossen. Vor der Konferenz des Arbeitgeberverbands wollen die Gewerkschaften den Druck nochmal kräftig erhöhen.

BLZ
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Kitas in Brandenburg - die dritte Woche in Folge im Streik.

Kitas in Brandenburg - die dritte Woche in Folge im Streik.

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Hunderte Kitas in elf Brandenburger Landkreisen waren am Mittwoch bei den bundesweiten Streiks der Erzieherinnen wieder dicht. Wie schon am Dienstag hätten wieder rund 1000 Mitarbeiterinnen kommunaler Kitas die Arbeit niedergelegt, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

Betroffen waren die Kreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel, Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, Uckermark, Barnim und Oberspreewald-Lausitz. Hinzu kamen Erzieherinnen aus 35 Kitas im Landkreis Dahme-Spreewald sowie die sechs Kitas und die Sozialberatung des Berliner Studentenwerks. Am Donnerstag sollen auch Einrichtungen in Hoppegarten (Märkisch-Oderland) und im Kreis Oder-Spree einbezogen werden.

„Die Streiks werden unbefristet fortgesetzt, bis die Arbeitgeber ein annehmbares Angebot vorlegen“, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Erich Mendroch. Am Donnerstag kämen die Kommunalen Arbeitgeberverbände in Frankfurt/Main zu Beratungen zusammen. „Je nach Ergebnis werden wir dann entscheiden, wie es kommende Woche weitergeht“, sagte Mendroch.

In Eberswalde (Barnim) bleiben alle 13 kommunalen Kindertagesstätten a morgigen Freitag geschlossen, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Eine Notbetreuung könne nicht organisiert werden. Die Kommune bat die Eltern um Verständnis: „Uns ist bewusst, dass die Eltern an ihre Belastungsgrenze stoßen“, sagte Bildungsdezernent Bellay Gatzlaff. Die Stadt hoffe, dass der Kommunale Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft schnellstmöglich einen Kompromiss erzielen. Am Donnerstag seien alle Kitas geöffnet, doch nicht bei voller Personalstärke. Die Kommune habe gehofft, um den Streik herumzukommen.

Bereits seit mehr als zwei Wochen wollen die Gewerkschaften mit bundesweiten Kita-Streiks bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Eingruppierung für die rund 240 000 Erzieherinnen und Sozialarbeiter in den kommunalen Kitas durchsetzen. Dies entspräche im Durchschnitt einer Gehaltserhöhung von zehn Prozent. Die Arbeitgeber halten das für nicht bezahlbar. (dpa)

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