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„Dümmlichkeit“: SPD-Genosse attackiert Sawsan Chebli

Chebli war einst Mitarbeiterin unter der SPD-Größe Steinmeier. Derzeit fällt sie vor allem durch Statements auf Instagram auf.

Carola Tunk BLZ/Carola Tunk
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Swasan Chebli

Swasan Chebli

© Christophe Gateau/dpa

Die frühere SPD-Politikerin und heutige Aktivistin Sawsan Chebli sorgt in den sozialen Netzwerken erneut für eine Kontroverse. Auf Instagram postete Chebli kürzlich ein Statement, in dem sie Ausländerfeindlichkeit im Wahlkampf beklagte. Chebli kritisierte unter anderem „Abschiebetickets“, die Teile der AfD an Bürger mit Migrationshintergrund geschickt hatten.

„Ich dachte als junges Mädchen, das politisch war, in Deutschland wären wir als Migranten sicher. Wegen unserer Geschichte. In unseren Parlamenten würden niemals Rechte sitzen. Wegen unserer Geschichte“, schrieb die ehemalige Mitarbeiterin unter Frank-Walter Steinmeier im Auswärtigen Amt und frühere Staatssekretärin in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

Sawsan Chebli: „Demographie wird Fakten schaffen“

Chebli kritisierte auch mögliche Pläne der CDU, Menschen die doppelte Staatsbürgerschaft wieder abzuerkennen. Die 46-Jährige ist überdies der Auffassung, es würde „zwischen deutschem und nicht-deutschem Blut“ unterschieden.

Chebli schließt ihr Statement mit einer Aussage, die nun für besonders viel Wirbel in den sozialen Netzwerken sorgt: „Sind wir erschöpft? Ja. Sind wir enttäuscht? Sehr. Dürfen wir deshalb aufgeben? Nein. Vor allem der 3. und 4. Generation sage ich: Dieses ist auch Euer unser Land. Kämpft dafür. Demographie wird Fakten schaffen.“

Die mögliche Anspielung auf die hohe Geburtenrate unter Migranten und die damit einhergehenden Veränderungen sei, so mutmaßen einige Nutzer auf X, der Verweis auf eine rechtsextreme Verschwörungstheorie. Konkret geht es dabei um einen angeblichen „Bevölkerungsaustausch“. Der Nutzer toto@JosefHeynckes, der eigentlich Torsten Schmidt heißt und ebenfalls SPD-Mitglied ist, kritisiert seine Genossin Chebli für ihr Statement deutlich: „Ich bin froh, dass diese Frau in meiner Partei nichts zu sagen hat. Zu suchen wahrscheinlich auch nicht. Demographie wird Fakten schaffen. Was für eine Dümmlichkeit.“

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