Traurig, sagt der palästinensische Touristenführer Louis Michel aus Bethlehem am Telefon, sei das, was er dieses Jahr nicht sieht in seiner Heimatstadt. Auf dem Krippenplatz in der Geburtsstadt Jesu ist es derzeit düster in den Abendstunden. Es glitzert und funkelt nicht wie üblich zu dieser Jahreszeit. Wo im vergangenen Jahr der zu einer perfekten Kegelform zurechtgeschnittene und mit leuchtenden Kugeln geschmückte Weihnachtsbaum stand, gähnt Leere. Auch sonst liegen die verwinkelten Gassen Bethlehems am Abend ohne Weihnachtsbeleuchtung im Dunkeln. Die palästinensischen Kirchen haben sich geeinigt, in diesem Jahr auf Feierlichkeiten zu verzichten.
Krieg in Nahost
Düstere Weihnachten: Das Jesuskind liegt in Bethlehem zwischen Trümmern
Palästinensische Christen verzichten aus Solidarität mit Gaza auf Feiern und auf Weihnachtsbäume. Touristen und Pilger bleiben fern. Was gibt Hoffnung?
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Installation statt Weihnachtsbaum: Ein Haufen Steine, darum herum Holzfiguren, in der Mitte liegt eine Puppe eingehüllt in einen schwarz-weißen Palästinenserschal. Angehörige der evangelisch-lutherischen Weihnachtskirche wollen damit an die unter Trümmern verschütteten Kinder im Gazastreifen erinnern.
© Munther Issak/Evangelisch-lutherische Weihnachtskirche/dpa