Dwayne Johnson nimmt’s mit Humor. Am Montag (23. Oktober) teilte der als „The Rock“ bekannte Action-Schauspieler auf Instagram ein Video des Komikers James Andre Jefferson Jr. „Sie haben ‚The Rock‘ in einen Kieselstein verwandelt“, ruft dieser darin, „es sieht so aus, als hätte ‚The Rock‘ in seinem Leben nicht ein einziges Mal die Sonne gesehen.“
Blass wie ein weißes Kieselsteinchen – so sehe Johnson allerdings selbst nicht aus. Es ist eine neue Wachsfigur des Schauspielers, über die sich der Komiker lustig macht. Und in der andere Internet-Nutzerinnen und -Nutzer gar einen Fall von Rassismus erkennen wollen.
Denn entgegen seiner eigentlichen Hautfarbe ist die Figur, die unlängst im Wachsfigurenmuseum Grévin in Paris enthüllt wurde, ziemlich hell geraten. Sie ist weiß – während sich Dwayne Johnson als Sohn eines Afrokanadiers und einer Mutter mit samoanischen Wurzeln nicht als weiß identifiziert.
Die Enthüllung der Figur hatte für viel Kritik gesorgt. Auch von Dwayne Johnson selbst. Er hatte das Pariser Museum um Nachbesserung gebeten – offenbar mit Erfolg. „Mein Team wird sich an unsere Freunde im Grévin-Museum in Paris wenden, damit wir meine Wachsfigur mit einigen wichtigen Details und Verbesserungen ,updaten‘ können – angefangen bei meiner Hautfarbe“, hatte der Actionstar auf Instagram geschrieben.
Tessa Mittelstaedt über Berlin: „In manche Viertel gehe ich nur tagsüber“
Elon Musk über Wikipedia: „Gebe ihnen eine Milliarde Dollar, wenn sie ihren Namen ändern“
Das gescholtene Museum zeigt sich nun willig: „Wir werden die Figur heute Abend überarbeiten und sie wird morgen früh neu ausgestellt“, erklärte der Grévin-Generaldirektor Yves Delhommeau am Dienstag (24. Oktober); sein Team werde „die ganze Nacht arbeiten“, damit die Figur mehr dem Original entspreche. Außerdem solle die Beleuchtung verändert werden, weil zusätzlich offenbar das Licht die Hautfarbe der Johnson-Figur heller erscheinen ließ.
In den sozialen Medien aber hat sich über das Pariser Museum längst ein Kübel Spott ergossen. Die neue Wachsfigur sehe weniger nach Dwayne Johnson als vielmehr nach einem „osteuropäischer Klempner“ aus, heißt es da.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de