Am Donnerstagabend kamen Vertreter deutscher und polnischer Interessensverbände, Beamte, Pressemenschen und Freunde der deutsch-polnischen Beziehung zusammen, um die lange Partnerschaft zwischen Thüringen und Krakau (bzw. das Land Malopolska, dessen Hauptstadt Krakau ist) mit einem Festakt feierlich zu begehen. Neben dem kulturellen Austausch stand der Tourismus im Fokus: Das polnische Fremdenverkehrsamt in Deutschland, vertreten durch Konrad Guldon, und das Fremdenverkehrsamt von Malopolska präsentierten die schönsten und attraktivsten Ziele in Malopolska und vor allem in Krakau.
Bei der Feierlichkeit wurde außerdem an eine besondere Errungenschaft erinnert: Vor wenigen Wochen wurde bekannt gegeben, dass das Jüdisch-Mittelalterliche Erbe in Erfurt von der UNESCO als 52. Welterbestätte in Deutschland gekürt wurde. Das historische Zentrum von Krakau wurde wiederum durch die UNESCO 1978 ausgezeichnet. Damit eint die beiden Städte eine besondere Geschichte.
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Krakau: eine besondere Kulturmetropole
Grzegorz Biedroń, der Präsident der Tourismusorganisation von Malopolska, betonte in seiner Präsentation, dass in Krakau ein Boom von ausländischen Besuchern zu verzeichnen sei, die schwierige Covid-Zeit wurde also überwunden. Im Juli 2022 besuchten 66.000 ausländische Touristen Krakau. Im Juli 2023 waren es bereits 165.000. Er erwähnte die Tatsache, dass Krakau eine lange Tradition deutscher Besuche aufweisen könne. Er erwähnte die Tatsache, dass Goethe, eng mit Thüringen verbunden, einmal Krakau für zwei Nächte besucht hat, um sich Bergwerke und vor allem das berühmte Salzbergwerk Wieliczka anzuschauen.
Die Band Kroke
© Polnische Fremdenverkehrsamt Berlin
Ines Feierabend hatte den Abend eröffnet. Die Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Freistaats Thüringen freute sich über die Partnerschaft und empfahl den Gästen, bei polnischen Pieroggi, polnischem Wein und zur Musik der Krakauer Band „Kroke“ ins Gespräch zu kommen.
Robert Piaskowski
© Polnisches Fremdenverkehrsamt Berlin
Robert Piaskowski hielt eine flammende Rede über die Einzigartigkeit Krakaus. Piaskowski arbeitet als Kulturbeauftragter für den Bürgermeister der Stadt. Er erzählte den Gästen, was für eine Herausforderung es ist, das Weltkulturerbe der Altstadt zu erhalten und immer wieder den Bedürfnissen der Bewohner, aber auch der Touristen anzupassen. Er hob hervor, dass die Stadt sich zu einer besonderen Kultur-, Festival- und Food-Metropole entwickelt habe.
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