Gesundheit

Gefährliche Darmbakterien: Mindestens ein Berliner Kind mit Ehec infiziert

Besonders für Kinder kann eine Ehec-Infektion gefährlich werden. Mindestens ein Kind infizierte sich in Mecklenburg-Vorpommern, wo es derzeit mehrere Fälle gibt.

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In Mecklenburg-Vorpommern gab es zuletzt mehrere Fälle von Ehec-Infektionen.

In Mecklenburg-Vorpommern gab es zuletzt mehrere Fälle von Ehec-Infektionen.

© Christian Charisius/dpa

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Anzahl der Menschen, die sich mit dem Erreger Ehec infiziert haben, in den vergangenen Tagen weiter angestiegen. Wie nun der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) berichtete, befindet sich auch mindestens ein Kind aus Berlin unter den Infizierten. Dies bestätigte das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) gegenüber dem Sender.

Bei einem weiteren Kind sei es noch nicht klar, ob es sich mit dem Ehec-Erreger infiziert habe. Beide Kinder wiesen jedoch das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) auf, eine schwerwiegende Blut- und Nierenerkrankung. Eines der Kinder werde derzeit in Leipzig behandelt.

Beide Kinder hielten sich laut RBB in Mecklenburg-Vorpommern im Landkreis Vorpommern-Greifswald auf. Ehec-Fälle aus Brandenburg seien derzeit nicht bekannt.

Ehec-Infektion besonders für Kinder gefährlich

Ehec steht für enterohämorrhagische Escherichia coli und bezeichnet bestimmte krank machende Stämme dieses Darm-Bakteriums, das vor allem bei Wiederkäuern vorkommt. Die Mikroben produzieren sogenannte Shigatoxine: starke Zellgifte, die bei Menschen schwere Durchfallerkrankungen bis hin zu blutigen Durchfällen sowie ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) verursachen können.

Kinder sind besonders gefährdet, weil ihr Immunsystem und ihre Organe noch nicht ausgereift sind. Da HUS zur Zerstörung der roten Blutkörperchen, Blutgerinnungsstörungen und Funktionsstörungen der Nieren führen kann, werden die Betroffenen in der Regel intensivmedizinisch versorgt.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden zuletzt mehrere Fälle von Ehec-Infektionen nachgewiesen. Die Zahl seit den ersten Erkrankungen Mitte August erhöhte sich zuletzt auf insgesamt 22, größtenteils sind Kinder betroffen. Die Infektionen beschränken sich demnach weiterhin auf die Landkreise Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald, wo sich auch die Berliner Kinder aufhielten.

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