Der ehemalige Vizepräsident der Vereinigten Staaten, Dick Cheney, ist tot. Wie aus US-Medienberichten hervorgeht, starb er im Alter von 84 Jahren. Cheney diente als 46. Vizepräsident zwischen den Jahren 2001 und 2009 zwei Amtszeiten lang an der Seite des republikanischen Präsidenten George W. Bush. Er galt über Jahrzehnte hinweg als einflussreiche und zugleich polarisierende Machtfigur in Washington.
Insbesondere sein Eintreten für eine militärische Antwort auf die Terroranschläge vom 11. September, das den Weg für den umstrittenen Krieg im Irak ebnete, brachte ihm den Ruf ein, einer der mächtigsten Vizepräsidenten in der Geschichte der USA gewesen zu sein. Sein Einfluss auf Präsident Bush wurde später auch im Spielfilm „Vice“ behandelt, der auf der Berlinale im Februar 2019 seine Deutschland-Premiere feierte.
Die Ursache seines Todes waren offenbar Komplikationen einer Lungenentzündung sowie Herz- und Gefäßerkrankungen, wie aus einer Erklärung seiner Familie hervorgeht, über die die New York Times am Dienstag berichtet.
Cheney sprach Kamala Harris seine Unterstützung aus
Dick Cheney, der fast sein ganzes Erwachsenenleben unter Herzproblemen litt, erlitt zwischen 1978 und 2010 fünf Herzinfarkte und trug seit 2001 ein Gerät zur Regulierung seines Herzschlags. Im Jahr 2012, drei Jahre nach dem Ende seiner Amtszeit, unterzog er sich erfolgreich einer Herztransplantation und war seither wieder relativ aktiv.
Zuletzt sorgte Cheney in den USA parteiübergreifend für Aufsehen, als er ankündigte, bei der Wahl 2024 für die Demokratin Kamala Harris zu stimmen. Dabei bezeichnete er den heutigen US-Präsidenten Trump als ungeeignet für das Amt und als ernste Bedrohung für die amerikanische Demokratie. Auch seine Tochter, Liz Cheney, gilt als prominente Kritikerin Trumps.
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