Eigentumswohnungen

Berliner Immobilien für 6,3 Milliarden Euro verkauft

Berlins Immobilienmarkt boomt. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind 39 Prozent mehr Eigentumswohnungen verkauft worden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Und das hat seinen Grund.

Ulrich Paul
2 Min
Immobilien in Berlin: Wer (Geld) hat, der kauft.

Immobilien in Berlin: Wer (Geld) hat, der kauft.

© imago stock&people Lizenz

In Berlin sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres deutlich mehr Immobilien verkauft worden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der abgeschlossenen Kaufverträge stieg um 31 Prozent auf 16.042 Kontrakte. Das geht aus dem Bericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte für das erste Halbjahr 2015 hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Angaben beruhen auf den notariell vereinbarten Kaufverträgen.

Die Geldmenge, die bei den Transaktionen den Besitzer wechselte, erhöhte sich danach um 43 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Der größte Anteil der Immobiliengeschäfte entfällt auf Verkäufe von Eigentumswohnungen. Sie machen zwei Drittel aller Transaktionen aus.

Während in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres 7573 Eigentumswohnungen verkauft wurden, wechselten im gleichen Zeitraum dieses Jahres schon 10.520 Eigentumswohnungen den Besitzer. Das entspricht einem Anstieg um 39 Prozent.

Der Geldumsatz bei den Verkäufen von Eigentumswohnungen erhöhte sich sogar um 57 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Die Zahl der verkauften Ein- und Zweifamilienhäuser stieg um 33 Prozent auf 1426. Über alle Teilmärkte in Berlin war laut dem Bericht ein Anstieg von mindestens 10 Prozent gegenüber 2014 zu beobachten.

Die Experten sehen im Umsatzanstieg ein „Zeichen für eine Rückkehr zur Normalität“. Grund: Im vergangenen Jahr war nach der Erhöhung der Grunderwerbssteuer die Zahl der Verkäufe rückläufig. Bau-Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup sagte: „Die Preissteigerungen auf dem Grundstücksmarkt machen deutlich, dass dringend mehr Bauland geschaffen werden muss.“

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