Gemessen an den eigenen Ansprüchen ist der momentane neunte Tabellenplatz nach wie vor kärglich. Zumal auch in Krefeld vom spielerischen Glanz der vergangenen Jahre wenig zu sehen war. „Beide Mannschaften haben viele Fehler gemacht“, meinte Coach Don Jackson nach der Partie reserviert, „aber wir konnten die Fehler zumindest besser ausnutzen.“
Ein Erfolg wäre in mehrfacher Hinsicht wertvoll
Wie viel dieser dritte Saisonsieg tatsächlich wert sein wird, werden schon die kommenden beiden Spiele an diesem Wochenende zeigen. Bei den Nürnberg Ice Tigers sowie im Heimspiel gegen die Hamburg Freezers müssen die Berliner unbedingt nachlegen, soll sich der Sieg bei den Pinguinen tatsächlich als Aufwärtstrend erweisen.
Gerade ein Erfolg am Sonntag gegen Hamburg wäre in mehrfacher Hinsicht wertvoll. Zum einen besitzt das Duell mit dem kleinen Anschutz-„Bruder“ aus der Hansestadt Derby-Charakter. Und am Sonntag hat sich außerdem hoher Besuch angekündigt. Neben dem legendären Stanley Cup, der Meistertrophäe aus der NHL, wird auch Club-Besitzer Philip F. Anschutz in der Arena am Ostbahnhof sein und den Berlinern für den im Frühjahr errungen sechsten Titel die Meisterringe überreichen. Da wollen sich die Eisbären ganz bestimmt von ihrer besten Seite zeigen und mit einem Sieg bedanken.
Erst vor zwei Wochen hatte die milliardenschwere Anschutz-Company überraschend bekanntgegeben, ihre Tochtergesellschaft „Anschutz Entertainment Group“ (AEG) zum Verkauf anzubieten. Betroffen davon könnte auch die Eisbären und die Freezers sein. Allerdings kündigte die Anschutz-Gruppe an, die AEG nur an einen Käufer zu veräußern, „der den vollen Wert der AEG widerspiegeln und sich uneingeschränkt verpflichtet, die langfristigen Unternehmensziele der AEG zu verfolgen.“ (dpa)
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