Ein Alleskönner auf vier Rädern

Lange mussten wir auf ein neues Mitsubishi-Modell warten. Mit dem schnuckligen Coupé-SUV Eclipse Cross rollt jetzt ein emotional gestylter Wagen vor

Rainer Bekeschus
3 Min

Mitsubishi hat dieser Tage den bei der Kundschaft schon lang erwarteten Eclipse Cross auf den Markt gebracht, einen kompakten SUV, der nicht nur gut aussieht, sondern auch technisch viele Wünsche erfüllt. Wir haben ihn schon ausprobiert.

Eclipse? Da war doch etwas. Richtig. Einen Eclipse gab es bei Mitsubishi schon in den 90iger Jahren. Seinerzeit rollte ein Auto mit diesem Namen als ein gefälliges 4,39 Meter langes Coupé bei uns durch die Lande.

Nun also ein Eclipse als rustikaler Cross. Außen zeigt sich der 4,41 Meter lange und 1,69 Meter hohe Kompakte im flotten Blechkostüm: keilförmigen Coupé-SUV-Konturen und einer kraftvollen Rückansicht. Hier fällt die zweigeteilte Heckscheibe auf, die das Sichtfeld des Fahrers erweitern soll.

Optionale Echtlederausstattung

Modern und wertig geht es auch innen zu. Teile der Armaturentafel und Türenverkleidungen sind mit weichen, lederartig genoppten Materialien bezogen und bilden einen gelungenen Kontrast zu den silberfarbenen Applikationen.

Viel Variabilität findet sich auch im Fond, wo sich die Rücksitze um bis zu 20 Zentimeter verschieben lassen und die Lehnen neigungsverstellbar sind. Der Kofferraum dahinter fasst leider nur 359 bis 1 159 Liter.

Für die Sicherheit sorgt eine ganze Palette an Assistenzsystemen, sie reicht vom Auffahrwarner über Spurhaltehilfe und 360-Grad-Umgebungsansicht bis hin zum Fehlbeschleunigungsschutz, der versehentliches Gasgeben verhindert, wenn sich vor oder hinter dem Auto ein Hindernis oder ein Fremdfahrzeug befinden

Als Antriebsquelle hält Mitsubishi für seinen Neuling vorerst nur einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit Direkteinspritzung und 163 PS bereit. Doch der gibt sich munter. Unterwegs kommt er gut aus den Puschen, bietet ein für einen Benziner ungewöhnlich hohes Drehmoment von 250 Nm. Wir haben in unserem Modell auch Allradantrieb und können somit auch durch unwegsames Gelände wühlen. Je nach Ausführung sind jedoch auch Kombinationen mit Frontantrieb und 6-Gang-Schaltgetriebe oder eine CVT-Automatik möglich. Zusätzlich zum Automatikmodus offeriert letztere einen manuellen, per Schalthebel oder Lenkradwippen bedienbaren Achtgang-Modus, der mit simulierten Schaltvorgängen nach Art einer Wandlerautomatik ein erstaunlich harmonisches und homogenes Antriebsgefühl vermittelt.

So bestückt kommt er tatsächlich fast überall locker durch. Gleichwohl sind Federn, Dämpfer, Lenker und Stabilisatoren wirksam auf eine hohe Fahrsicherheit eingeschworen. Das wird besonders auf der Autobahn deutlich, wo sich der crosse Japaner achtbar ins Zeug legt.

Insgesamt präsentiert sich der Eclipse nahezu als Alleskönner, ist potent für schnelle wie langsame Straßen, sorgt für Aha-Effekte bei seinem Auftritt vor der Oper und gibt sich durchaus fit beim eventuellen Ritt durchs Gelände.

Je nach Ausstattungsvariante und Sonderausstattung kostet das SUV-Coupé derzeit zwischen 21 990 Euro und 34 890 Euro.

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