Handball

Ein Jahr nach ersten Vorwürfen: Trainer Fuhr äußert sich

Vor einem Jahr kündigen zwei Nationalspielerinnen ihren Vertrag bei Borussia Dortmund und erheben schwere Vorwürfe gegen ihren Trainer. Eine Welle bricht los...

dpa
2 Min
Stuttgart, Deutschland 02. Januar 2022: HBF - 21/22 - SG BBM Bietigheim - Borussia Dortmund Trainer Andre Fuhr (Dortmund) Gestik / Geste / gestikuliert /

Stuttgart, Deutschland 02. Januar 2022: HBF - 21/22 - SG BBM Bietigheim - Borussia Dortmund Trainer Andre Fuhr (Dortmund) Gestik / Geste / gestikuliert /

© picture alliance / Marco Wolf

„Es ist schwer, sich zu Vorwürfen – noch dazu teilweise anonym – zu äußern, zu verteidigen, die nicht direkt, sondern ausschließlich über die Medien vorgetragen wurden“, sagte Fuhr. 

Der 52-Jährige äußerte zudem sein Unverständnis, dass er von der vom Deutschen Handballbund (DHB) eingesetzten Kommission ein Jahr nach den ersten Vorwürfen noch immer nicht selbst befragt worden sei. „Ich verstehe einfach nicht, wie sie aufklären wollen, ohne bisher mich zu hören“, sagte Fuhr. Alle Aufrufe hätten sich bislang nur an Betroffene gerichtet. Er glaube aber fest daran, „dass es auch viele Menschen gibt, die mich und meine Arbeit sehr geschätzt haben. Dürfen sie sich nicht melden?“ Könne es eine Aufklärung geben, „ohne sich alle Seiten sehr gewissenhaft angehört und abgewogen zu haben“?

Schwere Vorwürfe

Im vergangenen September hatten die Handball-Nationalspielerinnen Mia Zschocke und Amelie Berger schwere Vorwürfe gegen Fuhr erhoben und damit für großen Wirbel gesorgt. In der Folge meldeten sich weitere Spielerinnen, die nach eigenen Angaben psychisch unter den Trainingsmethoden gelitten hatten. Sowohl der Bundesligist Borussia Dortmund als auch der DHB, wo er als U20-Trainer arbeitete, hatten daraufhin die Zusammenarbeit mit Fuhr beendet.

Der DHB hatte auf die Vorwürfe gegen Fuhr mit der Gründung einer Kommission reagiert, die sich aber nach wenigen Wochen bereits wieder auflöste. Im März teilte der Verband dann mit, eine neue Kommission solle den Sachverhalt binnen 18 Monaten aufklären.

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