Für Biedenkopf war die Anreise in den Osten Deutschlands eine Rückkehr in die Politik. Seine Karriere begann Kurt Biedenkopf als habilitierter Jurist an der Universität, mit 37 war er der jüngste Hochschullehrer Deutschlands. In den 70er-Jahren stieg er dann mithilfe Helmut Kohls innerhalb der CDU auf. Erst war er CDU-Generalsekretär; zwischen 1976 und 1980 gehörte er dann dem Deutschen Bundestag an. Seine Versuche, das Ministerpräsidentenamt in Nordrhein-Westfalen zu gewinnen, blieben allerdings erfolglos. Nachdem er 1987 den Landesvorsitz der CDU in Nordrhein-Westfalen gegen Norbert Blüm verloren hatte, zog er sich 1988 aus dem Landtag und damit auch aus der Tagespolitik zurück.
Nachruf
Ein streitbarer Intellektueller und Landesvater: Kurt Biedenkopf ist tot
Kurt Biedenkopf prägte Sachsen wie kein Zweiter: Der CDU-Politiker war zwölf Jahre lang Ministerpräsident des Freistaats. Am Donnerstag ist er verstorben.
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Kurt Biedenkopf (1930-2021)
© AFP