Zeugen, die heute Morgen in der Nähe des KaDeWe oder in der Wendlandzeile verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei der Direktion 4 in Berlin-Lankwitz, Eiswaldtstraße 18, unter der Telefonnummer (030) 4664 – 47 10 12, in Verbindung zu setzen.
Die Polizei sicherte das KaDeWe am Morgen ab.
© Morris Pudwell
Die Eindringlinge entwendeten hochwertige Uhren und Schmuck. Medienberichte, wonach die Täter den gleichen Juwelier bestahlen wie die Schmuckräuber im Dezember 2014, bestätigte die Polizei nicht. Nach Angaben der Polizei waren aber mehrere Geschäfte von dem Einbruch betroffen.
Mit der Beute verließen die Einbrecher wenig später das Kaufhaus und sollen in einem dunklen Fahrzeug über den Wittenbergplatz in Richtung Urania geflüchtet sein. Gegen 7.30 Uhr wurde in der Schöneberger Wendlandzeile ein brennender Mercedes festgestellt, bei dem es sich nach den bisherigen Erkenntnissen um den Fluchtwagen handeln soll.
Das Kaufhaus öffnete mit Verspätung dennoch am Samstagvormittag. Ein Seiteneingang an der Ansbacher Straße war am Vormittag abgesperrt, die Rollläden heruntergelassen. Ein Teil des Erdgeschosses war mit Flatterband abgesperrt, Polizisten waren am Vormittag noch mit der Spurensicherung beschäftigt.
Spuren werden am Tatort gesichert.
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Das KaDeWe und die Geschäfte entlang der Einkaufsmeilen Kudamm und Tauentzienstraße werden immer wieder beraubt und bestohlen. Am 31. Oktober vergangenen Jahres etwa brachen Unbekannte in das Karstadt-Kaufhaus ein, brachen Vitrinen auf und stahlen Schmuck.
Zwei Monate zuvor überfielen zwei Männer einen Juwelier mit einer Axt und raubten Schmuck. Im Juni brachen am Kudamm Maskierte mit einem Auto und einem Rammbock in ein Luxusuhrengeschäft ein und erbeuteten Uhren im Verkaufswert von acht Millionen Euro. Im März vergangenen Jahres scheiterten mehrere Männer bei dem Versuch, einen Geldtransporter neben dem KaDeWe zu überfallen.
Am 20. Dezember 2014 - einem Samstagvormittag - waren fünf Räuber während des laufenden Vorweihnachtsgeschäfts ins geöffnete KaDeWe gestürmt. Sie waren maskiert und mit Axt, Hammer sowie Machete bewaffnet, zertrümmerten Vitrinen und erbeuteten binnen 79 Sekunden Uhren und Schmuck im Wert von rund 817.000 Euro. 13 Menschen wurden verletzt, weil die Täter Reizgas versprühten. Von der Beute ist bis heute nur ein einziges Stück aufgetaucht - ein Collier.
Ein 45-Jähriger muss sich seit November 2016 als einer der fünf mutmaßlichen Räuber vor Gericht verantworten. Zwei seiner Söhne waren kurz zuvor wegen Beteiligung an dem KaDeWe-Raub zu Haftstrafen von drei Jahren beziehungsweise zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Ein dritter Sohn wurde im Mai 2016 zu sechs Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. (dpa)
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