Erinnerung

„Eine Puppe packt aus“: Klaus Thaler und der Bär Zorro erzählen von der Boheme der DDR

Jonas Soubeyrand bekam von Wolf Biermann eine Puppenbühne geschenkt, als er noch ein Kind war. Er wurde Puppenspieler und ist nun auch Schriftsteller.

Cornelia Jentzsch
6 Min
Puppenspieler und jetzt auch Schriftsteller Klaus Thaler am Strand.

Puppenspieler und jetzt auch Schriftsteller Klaus Thaler am Strand.

© privat

Der Held in Klaus Thalers Dokumentarroman „Eine Puppe packt aus“ heißt Zorro der Bär. Er ist ein Antiheld mit amerikanischem Akzent. Von Hand geführt, also geschrieben, wird die Figur von Jonas Soubeyrand, Prinzipal, Puppenspieler und Ideengeber der Klausthaler Puppenbühne. Soubeyrand lebt heute in eben jenem Klausthal in der Uckermark. Für diesen zwischen bizarrer Fiktion und brachialer Wirklichkeit oszillierenden Dokumentarroman schlüpfte Soubeyrand in die Rolle des Autors Klaus Thaler. In seinem Künstlernamen klingt der von James Krüss 1962 geschriebene Roman „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“ an, der wiederum im weitesten Sinn an Chamissos Peter Schlemihl erinnert. Thaler verkaufte sein Lachen an einen Baron Lefuet, rückwärts gelesen: Teufel. Auch dieser spielt in Thalers Buch eine Rolle.

Mit einem Abo weiterlesen

Sie haben bereits ein B+ Abo?

*