Einigung bei Abfallbranche und Elektrohandwerk

Mindestlöhne werden verlängert

Daniel Baumann
2 Min

BERLIN. Die Mindestlöhne in der Abfallwirtschaft und im Elektrohandwerk stehen vor der Verlängerung. Die Tarifparteien einigten sich gestern in der vom Bundesarbeitsministerium einberufenen Tarifkommission, wie eine Ministeriumssprecherin bestätigte. Nun muss die Verlängerung der Mindestlöhne noch von der Bundesregierung abgesegnet werden.Der Mindestlohn in der Abfallwirtschaft läuft zum 31. Oktober aus. Arbeitgeber und Arbeitnehmer entschieden, dass er bis zum 31. August 2011 verlängert wird. Er soll von 8,02 Euro auf 8,24 Euro pro Stunde steigen. Wegen der kurzen Frist, die bis zum 1. November bleibt, wird die Verlängerung wohl nicht nahtlos an die alte Mindestlohnvereinbarung anschließen.Wachgewerbe verhandelt nochIm Elektrohandwerk läuft der Mindestlohn Ende 2010 aus und wird voraussichtlich nahtlos fortgesetzt. Die Verlängerung soll bis Ende 2013 gelten. Der Tarifvertrag sieht für 2011 ein Minimum von 9,70 Euro im Westen und 8,40 im Osten vor. Die Untergrenze soll bis 2013 auf 9,90 respektive 8,85 Euro steigen.Keine Einigung wurde in der Tarifkommission über die Einführung eines Mindestlohnes im Wach- und Sicherheitsgewerbe erzielt. Dort gibt es noch Klärungsbedarf bei der Festlegung des Geltungsbereiches. Das soll bis zum 14.Januar 2011 geklärt werden. "Wir sind hoffnungsfroh, dass wir dann einen Schritt nach vorne machen können", sagte ein Sprecher des Bundesverbandes deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen. Ziel sei es, den Mindestlohn vor der Ausdehnung der Arbeitnehmerfreizügigkeit im Mai 2011 festzulegen.

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