Die Polizei Berlin wollte am Freitagnachmittag mit der Räumung von Kleingärten beginnen, die sich unterhalb der maroden Ringbahnbrücke der A100 befinden. Offenbar ist die Brücke nicht mehr sicher. Das bestätigte eine Polizeisprecherin der Berliner Zeitung. Die Einsatzkräfte seien in Amtshilfe für die Autobahn GmbH tätig. Die Autobahn GmbH bestätige ihrerseits, dass auf dem Boden rund um die Brücke ein Sperrkreis von 50 Meter eingerichtet worden ist.
Die Autobahn GmbH hatte die Ringbahnbrücke vergangene Woche Mittwoch überraschend gesperrt, weil sich ein Riss im Tragwerk der Brücke unerwartet vergrößert hatte. Infolge der Sperrung kam es an dem bundesweit wichtigen Verkehrsknoten zu Chaos. Seit Anfang der Woche fließt der Verkehr in Richtung Norden wieder. Er wird einspurig über die Gegenfahrbahn umgeleitet. Die Brücke soll komplett abgerissen werden. Einen Zeitplan dafür gibt es noch nicht. Die Ringbahn unterhalb der Brücke ist seit dem Donnerstagnachmittag zwischen Halensee und Westend unterbrochen. Wann der S-Bahnverkehr wieder aufgenommen wird, ist noch unklar.
A100-Brücke nicht mehr sicher: Sperrkreis eingerichtet
Wenige Stunden nach Beginn brach die Polizei Berlin den Einsatz am Freitagnachmittag ab, die Räumung gehe nicht weiter, da die Brücke doch nicht einsturzgefährdet sei, korrigiert die Polizeisprecherin. Einen konkreten Grund für den Abbruch nannte die Polizei nicht und verwies auf die amtsführende Autobahn GmbH.
Offenbar handelt es sich um ein Missverständnis: Die Autobahn GmbH bittet darum, dass die Kleingärtner im Umkreis von 50 Metern ihre Lauben verlassen und hält an dieser Bitte fest. Der Bezirk Charlottenburg und die Polizei hatten dies wohl als Aufforderung zur Räumung verstanden. Nun sollen die Kleingärtner über den Auszug erst mal informiert werden. Die Autobahn GmbH versicherte am Freitagabend auf Nachfrage: „Die Brücke ist nicht einsturzgefährdet.“
Gleiches sagte Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) am Freitagabend. Bonde widerspricht allerdings der amtsführenden Autobahn GmbH in einem Punkt. Sie versichert den Kleingärtnern rund um die A100, dass sie erst mal bleiben können und nicht ausziehen müssen.
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