Einzelkritik 1. FC Union beim 1. FC Heidenheim

Doppelter Skrzybski, befreiter Kreilach

Manche der Eisernen haben zwei Gesichter, andere sind unverwechselbar und wiederum andere verkleiden sich absichtlich, um den Gegner zu verwirren. Die Spieler des 1. FC Union beim 2:0 gegen den 1. FC Heidenheim in der Einzelkritik.

Max Bosse
5 Min

So bewertet unser Union-Experte Max Bosse die Leistung der Union-Spieler:

Daniel Haas, Torwart: In der ersten Hälfte unbeschäftigt, in der zweiten war wieder einmal fast jeder Schuss auf sein Tor ein Treffer.

Daniel Haas, Torwart: In der ersten Hälfte unbeschäftigt, in der zweiten war wieder einmal fast jeder Schuss auf sein Tor ein Treffer.

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Benjamin Kessel, Rechtsverteidiger: Verwehrt sich gegen die Vermutung, dass die Kapitänsbinde aus ihm einen neuen Mann macht. „Das war der gleiche Benni wie immer“, sagte der neue Spielführer nach der Partie. Tatsächlich. Genauso aggressiv in den Zweikämpfen und Wortgefechten mit dem Gegner wie eh und je. Rein systemtheoretisch war er natürlich nicht Rechtsverteidiger, sondern im Mittelfeld angesiedelt. Die defensive Ausrichtung wollte es aber, dass er vorwiegend hinten zu finden war.

Benjamin Kessel, Rechtsverteidiger: Verwehrt sich gegen die Vermutung, dass die Kapitänsbinde aus ihm einen neuen Mann macht. „Das war der gleiche Benni wie immer“, sagte der neue Spielführer nach der Partie. Tatsächlich. Genauso aggressiv in den Zweikämpfen und Wortgefechten mit dem Gegner wie eh und je. Rein systemtheoretisch war er natürlich nicht Rechtsverteidiger, sondern im Mittelfeld angesiedelt. Die defensive Ausrichtung wollte es aber, dass er vorwiegend hinten zu finden war.

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Roberto Puncec, Rechtsverteidiger: Stand tapfer seinen Mann, so dass über seine Seite kaum Gefahr drohte. Aggressiv in den Zweikämpfen und endlich mit seinem ersten Tor für Union. Dass er später nicht mit einem Lächeln in die Kabine ging, lag nicht an ihm, sondern an den Teamkollegen.

Roberto Puncec, Rechtsverteidiger: Stand tapfer seinen Mann, so dass über seine Seite kaum Gefahr drohte. Aggressiv in den Zweikämpfen und endlich mit seinem ersten Tor für Union. Dass er später nicht mit einem Lächeln in die Kabine ging, lag nicht an ihm, sondern an den Teamkollegen.

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Toni Leistner, Innenverteidiger: Fälschte den Führungstreffer unglücklich ab, verpasste nach Trimmel-Ecke die Führung und wurde von Schöpf vor dessen Anschlusstor wie bestellt und nicht abgeholt stehen gelassen. Dabei war er eigentlich gar nicht so schlecht gewesen, wie es am Ende aussah.

Toni Leistner, Innenverteidiger: Fälschte den Führungstreffer unglücklich ab, verpasste nach Trimmel-Ecke die Führung und wurde von Schöpf vor dessen Anschlusstor wie bestellt und nicht abgeholt stehen gelassen. Dabei war er eigentlich gar nicht so schlecht gewesen, wie es am Ende aussah.

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Michael Parensen, Linksverteidiger: Schaffte es im Gegensatz zu Puncec nicht, seine Seite ordentlich zu befestigen. Das lag auch daran, dass die defensive Unterstützung von Zejnullahu und Thiel anfangs mangelhaft war. Wurde von Schöpf ebenfalls zum Sololauf bestellt und nicht abgeholt. Reagierte beim Ausgleichtreffer zu langsam. War leider nicht besser, als es aussah.

Michael Parensen, Linksverteidiger: Schaffte es im Gegensatz zu Puncec nicht, seine Seite ordentlich zu befestigen. Das lag auch daran, dass die defensive Unterstützung von Zejnullahu und Thiel anfangs mangelhaft war. Wurde von Schöpf ebenfalls zum Sololauf bestellt und nicht abgeholt. Reagierte beim Ausgleichtreffer zu langsam. War leider nicht besser, als es aussah.

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Maximilian Thiel, linkes Mittelfeld: Wie schon in Heideheim war er meist Außenverteidiger und nicht Außenangreifer. Defensiv dieses Mal allerdings mit ein paar Schwächen. Nach vorne gab er den Antreiber, wie es sich für einen Kapitän gehört. Er hatte das Amt vom gesperrten Benjamin Kessel übernommen. Daher durfte er am Ende auch vor den Mikrofonen Bilanz ziehen: „Es tut weh.“

Maximilian Thiel, linkes Mittelfeld: Wie schon in Heideheim war er meist Außenverteidiger und nicht Außenangreifer. Defensiv dieses Mal allerdings mit ein paar Schwächen. Nach vorne gab er den Antreiber, wie es sich für einen Kapitän gehört. Er hatte das Amt vom gesperrten Benjamin Kessel übernommen. Daher durfte er am Ende auch vor den Mikrofonen Bilanz ziehen: „Es tut weh.“

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Stephan Fürstner, defensives Mittelfeld: Hat laut Presseabteilung des 1. FC Nürnberg noch nie ein gutes Spiel gegen die Franken gemacht. Selbst zu seiner Zeit als Fürther Leistungsträger nicht. Hatte sich offenbar vorgenommen, das zu ändern. War der einzige, der es wagte, in der ersten Viertelstunde auf das Gästetor zu schießen. Fazit: Ziel verfehlt.

Stephan Fürstner, defensives Mittelfeld: Hat laut Presseabteilung des 1. FC Nürnberg noch nie ein gutes Spiel gegen die Franken gemacht. Selbst zu seiner Zeit als Fürther Leistungsträger nicht. Hatte sich offenbar vorgenommen, das zu ändern. War der einzige, der es wagte, in der ersten Viertelstunde auf das Gästetor zu schießen. Fazit: Ziel verfehlt.

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Eroll Zejnullahu, defensives Mittelfeld: Was schlecht war: ermöglichte den Nürnbergern durch Ballverluste einige Konter. Was gut war: stoppte einige Konter nach Ballverlusten seiner Mitspieler. War aber letztlich dem Angriffsdruck an diesem Tage nicht gewachsen.

Eroll Zejnullahu, defensives Mittelfeld: Was schlecht war: ermöglichte den Nürnbergern durch Ballverluste einige Konter. Was gut war: stoppte einige Konter nach Ballverlusten seiner Mitspieler. War aber letztlich dem Angriffsdruck an diesem Tage nicht gewachsen.

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Damir Kreilach, offensives Mittelfeld: Weil er kopfballstark ist und Bälle gut sichern kann, sollte er in der Schlussphase einen auf Angreifer machen. Naja, ging so. Wie auch davor. Eine gute Flanke von Thiel konnte er in der 83. Minute nicht verwerten.

Damir Kreilach, offensives Mittelfeld: Weil er kopfballstark ist und Bälle gut sichern kann, sollte er in der Schlussphase einen auf Angreifer machen. Naja, ging so. Wie auch davor. Eine gute Flanke von Thiel konnte er in der 83. Minute nicht verwerten.

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Bobby Wood, Angriff: Arbeitete viel und belohnte sich dafür mit seinem fünften Saisontor. Bereitete zudem den Treffer von Skrzybski mit Übersicht vor. Hat dazu gelernt.

Bobby Wood, Angriff: Arbeitete viel und belohnte sich dafür mit seinem fünften Saisontor. Bereitete zudem den Treffer von Skrzybski mit Übersicht vor. Hat dazu gelernt.

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Steven Skrzybski, Angriff: Als er vom Platz musste, ging der Elan verloren. Hatte zuvor das Offensivspiel pausenlos angetrieben und Union nicht zufällig mit einem tollen Schuss in den Winkeln in Führung gebracht. Zudem hatte er geschickt und mit viel Tempo die Räume zugelaufen, bevor die Nürnberger diese für ihren Spielaufbau nutzen konnten. Einziger Kritikpunkt: Warum reichte die Kraft nicht für 90 Minuten? Die Antwort findet sich in den zwei Sätzen zuvor. Bester Unioner.

Steven Skrzybski, Angriff: Als er vom Platz musste, ging der Elan verloren. Hatte zuvor das Offensivspiel pausenlos angetrieben und Union nicht zufällig mit einem tollen Schuss in den Winkeln in Führung gebracht. Zudem hatte er geschickt und mit viel Tempo die Räume zugelaufen, bevor die Nürnberger diese für ihren Spielaufbau nutzen konnten. Einziger Kritikpunkt: Warum reichte die Kraft nicht für 90 Minuten? Die Antwort findet sich in den zwei Sätzen zuvor. Bester Unioner.

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Sören Brandy, Angriff: Kam für Skrzybski, lief und vergab zwei Mal die Chance zum Siegtor. Weder mit dem Kopf noch mit dem Fuß zielsicher. Daher: außer Spesen nichts gewesen.

Sören Brandy, Angriff: Kam für Skrzybski, lief und vergab zwei Mal die Chance zum Siegtor. Weder mit dem Kopf noch mit dem Fuß zielsicher. Daher: außer Spesen nichts gewesen.

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Collin Quaner, Angriff: Kam zu spät (80.), lief einen Tick zu früh und stand daher knapp im Abseits. Für nur zehn Einsatzminuten aber mit ziemlich vielen guten Szenen.

Collin Quaner, Angriff: Kam zu spät (80.), lief einen Tick zu früh und stand daher knapp im Abseits. Für nur zehn Einsatzminuten aber mit ziemlich vielen guten Szenen.

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Christopher Trimmel, rechtes Mittelfeld: Half Puncec vorbildlich dabei, keine Angriffe zuzulassen. Defensiv richtig stark (gab bei gegnerischem Ballbesitz den Außenverteidiger), und offensiv mit dem Wachmacher der Partie. Seinen abgewehrten Schuss stocherte Wood zum Ausgleich ins Netz. Seine Standards waren richtig gut. Obwohl er mit Puncec auch im Angriff fabelhaft harmonierte (Eckball auf den Kopf), konnte er die tolle Erstehälfteform nicht ganz halten. Beim 3:3 auch nicht schneller als Parensen.

Christopher Trimmel, rechtes Mittelfeld: Half Puncec vorbildlich dabei, keine Angriffe zuzulassen. Defensiv richtig stark (gab bei gegnerischem Ballbesitz den Außenverteidiger), und offensiv mit dem Wachmacher der Partie. Seinen abgewehrten Schuss stocherte Wood zum Ausgleich ins Netz. Seine Standards waren richtig gut. Obwohl er mit Puncec auch im Angriff fabelhaft harmonierte (Eckball auf den Kopf), konnte er die tolle Erstehälfteform nicht ganz halten. Beim 3:3 auch nicht schneller als Parensen.

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Sascha Lewandowski, Trainer: Hat gelernt, von seinem fußballerischen Anspruch zurückzutreten und auch mal auf Nummer sicher zu gehen. Die defensive Grundordnung mit fünf Verteidigern funktionierte auch dieses Mal ordentlich. Aber die Doppelauswechslung der beiden Angreifer Wood und Skrzybski war dann etwas zu viel der Sicherheit. Der Schuss ging nach hinten los.

Sascha Lewandowski, Trainer: Hat gelernt, von seinem fußballerischen Anspruch zurückzutreten und auch mal auf Nummer sicher zu gehen. Die defensive Grundordnung mit fünf Verteidigern funktionierte auch dieses Mal ordentlich. Aber die Doppelauswechslung der beiden Angreifer Wood und Skrzybski war dann etwas zu viel der Sicherheit. Der Schuss ging nach hinten los.

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