Daniel Haas:
In der 3. Minute hellwach, als Jopek ausrutschte und gleich mehrere Aalener auf sein Tor stürmten. Beim Gegentor durch Quaner entschärfte Haas zunächst gut, war beim Abpraller jedoch chancenlos. Den Freistoß in der Schlussminute (sh. Kopplin) vom Rand des Sechzehners parierte er. Häufiger als vom Gegner wurde er von seiner Abwehr unter Druck gesetzt. Bei den Rückpässen etwas unsicher.
Michael Parensen:
Sah früh im Spiel die Gelbe Karte (12. Minute). Daraufhin zwar solide, konnte aber nicht verhindern, dass Aalen über seine linke Abwehrseite zu zwei guten Chancen kam (50. und 69.). Zum Spielaufbau konnte er wenig beitragen.
Toni Leistner:
Kümmerte sich als einziger „echter“ Innenverteidiger um alles, was sich hoch und flach dem Strafraum näherte. Hatte die beste Zweikampfquote bei Union (69 Prozent). Als in der 71. Minute Gjasula und Quaner heranstürmten, entschied er sich gegen die direkte Kontaktaufnahme und zog sich auf die Torlinie zurück. Den Rückstand konnte er dort nicht verhindern.
Christopher Trimmel:
Spielte auf der rechten Seite in der Dreierabwehrkette und ließ wenig zu. Im Spielaufbau mit einigen Fehlpässen, weil er es wiederholt mit langen Bällen versuchte und vom Pressing der Aalener unter Druck gesetzt wurde. Trotzdem mit einer ordentlichen Vorstellung.
Eroll Zejnullahu:
Zeigte vor allem in der ersten Halbzeit eine engagierte Leistung, mit den meisten Ballaktionen. Versuchte die Spielgestaltung zu übernehmen, wirkte aber oft unsicher, was zu überhasteten Aktionen führe. Auch in der zweiten Halbzeit führten viele Ballverluste dazu, dass Union keine Struktur ins Spiel bekam. Bis zu seiner Auswechslung (84.) mit den meisten gewonnenen Zweikämpfen im Union-Team.
Björn Jopek:
Auch Jopek, der zweite Teil der Doppelsechs, schaffte es nicht einen ruhigen Spielaufbau zu gestalten. Hatte ein paar gut Ideen, oft führten zu hastige Abspiele in die Spitze aber zu Ballverlusten. Die Passquote von 56 Prozent ist dem Risiko geschuldet, aber insgesamt zu gering für einen zentralen Mittelfeldspieler. Beim Konter, der zum Gegentor führte, waren weder er noch Zejnullahu auf dem Posten. In der 85. Minute hatte er den richtigen Riecher, konnte die scharfe Hereingabe von Polter jedoch nicht verwerten.
Steven Skrzybski:
Sorgte von Beginn an sowohl über die linke, als auch über die rechte Seite für temporeiche Vorstöße. In der 23. Spielminute hatte er die erste Union-Chance im Spiel und traf das Außennetz. In der zweiten Hälfte für Nebihi im Sturm eingesetzt, dauerte es bis nach dem Rückstand, bis er erneut große Gefahr ausstrahlte. In der 83. Minute drang er entschlossen in den Strafraum und fädelte geschickt bei Aalens Verteidiger Oliver Barth ein. Mit Wille und Finesse. Insgesamt Unions auffälligster Spieler.
Damir Kreilach:
Hatte Schwierigkeiten, sich ins Spiel einzubringen. Das lag vor allem daran, dass er kaum verwertbare Bälle aus Unions Hinterreihe bekam. Wenn dies doch der Fall war, versuchte er durch schnelle Pässe seine Vorderleute in Szene zu setzen. In der 55. Minute mit der ersten gefährliche Szene in der erste Halbzeit. Sein Schuss konnte jedoch von Torwart Bernhardt entschärft werden.
Valmir Sulejmani:
Gewann anfangs die meisten Zweikämpfe im Team. Blieb aber bis zu seiner Auswechslung in der 62. Minute überwiegend glücklos. Seinen harten Distanzschuss, ließ Aalens Keeper Bernhardt prallen. Einen Elfmeter für Kreilach, der versuchte abzustauben und im Duell mit dem Torwart zu Fall kam, gab es nicht.
Bajram Nebihi:
Hat ja bis 2016 Vertrag, ob er diesen aber wirklich erfüllen soll, bleibt weiter fraglich. Stand zwar in der Startelf und bereitete die einzigen beiden Torchancen in der ersten Halbzeit vor. Ließ sich oft ins Mittelfeld fallen, war aber insgesamt zu unbeweglich. Wurde daher nach der Pause durch Christopher Quiring ersetzt. Skrzybski übernahm die Position im Sturm mit mehr Elan.
Sebastian Polter:
Zeigte eines seiner unauffälligsten Spiele im Trikot von Union Berlin und war dennoch wieder der spielentscheidende Mann. Sein elfter Saisontreffer in der 83. Minute per Elfmeter sicherte den Punktgewinn. In der 1. Halbzeit konnte er nur vier Zweikämpfe für sich entscheiden und hatte die wenigsten Ballaktionen aller Unionspieler. Was allerdings weniger über ihn im Speziellen, als mehr über das Spiel von Union im Allgemeinen aussagt.
Christopher Quiring:
Kam in der Halbzeit für Nebihi ins Spiel und belebte in den Anfangsminuten über die linke Seite das Spiel. Als er dann auf die ihm angestammte rechte Seite wechselte, mit weniger Schwung.
Martin Kobylanski:
Ersetzte nach einer Stunde Sulejmani. Sein Dribbling zwanzig Minuten später, brachte Skrzybski in die Position, die er brauchte, um den Elfmeter herauszuholen. Ansonsten unauffällig.
Björn Kopplin:
Sollte in der Schlussphase einen Impuls in Richtung Ausgleich bringen. Dann kam ihm der verwandelte Elfmeter zuvor. Kam dann trotzdem ins Spiel, sorgte aber nur noch vor dem eigenen Strafraum für Gefahr, als er in der 90. Minute einen Freistoß verschuldete.
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