Die Hertha-Spieler in der Einzelkritik:
Rune Jarstein, Torwart: Bekam nach ein paar Minuten Besuch von Torwarttrainer Zsolt Petry, auf Geheiß von Chefcoach Pal Dardai. Sollte doch bitte mal den Spielaufbau fortan wörtlich nehmen und ihn nicht schon im Ansatz mit dem Fuß zu zerstören. Baute danach wiederholt mit der Hand auf. Nutzte diese auch mehrmals sicher, um eine Ecke der Hamburger wegzufausten. Blieb wieder fehlerfrei.
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Mitchell Weiser, Rechtsverteidiger: Wäre beinahe als Eigentorschütze in Erinnerung geblieben, nachdem er scharf angeflankt worden war. War dann lediglich ein Eigentorverhinderer, weil er die Flanke mit dem Oberkörper knapp am Tor vorbeidrückte. Auf der anderen Seite war er genauer, passte in den Schuh von Salomon Kalou, der flach zur Führung einschoss. Und das alles machte der gebrochene wieder Zeh.
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Niklas Stark, Innenverteidiger: Musste nach knapp einer halben Stunde verletzungsbedingt den Platz verlassen, dessen eine Hälfte er zuvor wieder zuverlässig gegen Eindringlinge verteidigt hatte. Die Verteidigung übernahm Jens Hegeler.
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Fabian Lustenberger, Innenverteidiger: Versuchte noch knapper als Weiser, das eigene Tor nicht zu treffen. Klappte auch. Erlebte danach einen eher ruhigen Nachmittag, weil die Hamburger zu keiner besseren Chance kamen als er und Weiser. Um nicht einzuschlafen, rückte er fünf Minuten vor dem Ende mal nach vorne und traf die Latte. Ein Traumtor pro Saison ist anscheinend genug.
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Marvin Plattenhardt, Außenverteidiger: Kam diesmal selten dazu, ein paar seiner gefährlichen Flanken einzustreuen. Nutze stattdessen die Gelegenheit, selbst zur Gefahr zu werden, war aber keine elfmeterwürdige Gefahrenlage. Flankte erst eine Viertelstunde vor dem Ende auf Ibisevic – siehe weiter hinten.
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Genki Haraguchi, Flügelspieler: Klebte zu oft an der Linie, zog er in die Mitte, sah er kreidebleich aus, blieb oft hängen, traf falsche Entscheidungen. Am falschesten lag er nach einer Stunde, als er nicht quer auf den Ibisevic legte, sondern lieber in die Mitte zog – siehe oben. Bewies dann aber immerhin, dass er den Querpass nicht verlernt hatte. Den nutze Kalou jedoch zum Beweis, dass es sich freistehend nicht lohnt auf zwei Gegenspieler zu warten. Und fast hätte der Flügelkleber all seine Fehlentscheidungen vergessen machen können, wenn er das eine Mal, als er mal nicht hängenblieb, das zweite Tor erzielt hätte.
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Per Skjelbred, Mittelfeld: Beging mal wieder die cleversten Fouls und fiel auch sonst durch Spielintelligenz auf. Bekam ja keine Gelbe Karte. Bekam hinterher nur Lob und Krämpfe.
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Vladimir Darida, Mittelfeld: Durfte nach seinem Tor gegen Frankfurt die erste Seite des schmalen Stadionheftchens schmücken: den Mund weit aufgerissen, die Unterarmmuskel zum Bersten gespannt. Verpasste kurz nach der Halbzeit die Gelegenheit, demnächst wieder als Posterboy in Druck zu gehen. Schoss nicht das 2:0, schoss rechts vorbei.
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Tolga Cigerci, Flügelspieler: Hatte zunächst ein paar Probleme mit den Ball, der ihm mehrmals über den Fuß hoppelte. Wurde die Probleme schnell los. Und als gar nichts mehr hoppelte, legte er den Ball flach auf Ibisevics Fuß – siehe unten.
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Salomon Kalou, Stürmer: Zeigte, dass man bei gutem Wetter durchaus Lust haben darf, Fußball zu spielen. Zeigte in seiner besten Aktion, dass Fußballlust auch mal zu einem Tor führen kann. Legte sich den Ball von links auf rechts, jubelte dann in alle Richtungen. In seiner zweitbesten Aktion passte er mit der Hacke auf Darida, der wiederum in seiner schlechtesten Aktion freistehend nur die Werbebande traf.
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Vedad Ibisevic, Stürmer: Landete nach einer Minute den ersten Treffer des Tages, den Kopf seines Gegenspielers mit dem Fuß. Landete im Bemühen mit seinem Kopf einen Ball zu treffen oft auf dem Rasen. Nutze danach nur noch den Fuß und traf gleich zwei Mal.
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Jens Hegeler (ab 29. für Stark): Bekam mal wieder eine Stunde Spielpraxis als Innenverteidiger. Ist in der Theorie eigentlich ein Mittelfeldspieler und in der Realität nur noch ein Reservist. Nahm aber souverän die Rolle eines potentiellen Stammspielers an.
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Alexander Baumjohann (ab 70. für Kalou): Kam wieder als Joker. Bereitete bereits zum dritten Mal einen Treffer vor.
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Valentin Stocker (ab 81. Für Cigerci): Durfte die gute Stimmung aus der Nähe genießen.
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Pal Dardai, Trainer: War schon wieder zufrieden.
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