Norwegen

Schlafenden Eisbären mit Nebelhorn geweckt: Geldstrafe für Person in Norwegen

Weil sie einen Eisbären auf Spitzbergen aufweckte, musste eine Person eine Geldstrafe von 50.000 norwegischen Kronen zahlen.

2 Min
Eisbär auf dem Eis in der Arktis Polar bear on the ice in Arctic LicenseRF Copyright: xZoonar.com/Larsxjohanssonx 25088249

Eisbär auf dem Eis in der Arktis Polar bear on the ice in Arctic LicenseRF Copyright: xZoonar.com/Larsxjohanssonx 25088249

© Zoonar.com/Lars johansson/imago

Wer auf Spitzbergen in Norwegen einen Eisbären stört, riskiert eine empfindliche Strafe. Genau das bekommt jetzt eine Person zu spüren: Sie soll einen schlafenden Eisbären mit einem Nebelhorn geweckt haben – und muss dafür ein Bußgeld von 50.000 norwegischen Kronen (rund 4500 Euro) zahlen. Das erklärte der zuständige Gouverneur in einer Mitteilung.

Der Vorfall ereignete sich demnach im August. Damals befand sich ein Schiff im Lomfjord in der Hinlopenstraße auf Spitzbergen, laut BBC rund 1000 Kilometer vom Nordpol entfernt. Nach Darstellung des Gouverneurs Lars Fause sollen die Personen an Bord einen an Land schlafenden Eisbären beobachtet haben, berichtet BBC. Eine von ihnen habe daraufhin das Nebelhorn betätigt.

Der Bär wachte auf und bewegte sich an einen anderen Ort, heißt es in der Mitteilung. Andere Personen an Bord meldeten den Vorfall anschließend der Behörde.

Vorwurf: Eisbär vorsätzlich gestört

Die Handlung wurde als Störung des Eisbären gewertet. Nach Einschätzung des Gouverneurs von Spitzbergen erfolgte sie vorsätzlich, also absichtlich.

Eisbären gelten laut BBC seit 1972 auf Spitzbergen als geschützte Art. Örtliche Gesetze schreiben dem Bericht zufolge vor, dass sämtlicher Verkehr auf dem Archipel so erfolgen muss, dass die heimische Tierwelt nicht unnötig gestört wird.

Zu dieser Tierwelt zählen laut BBC neben Eisbären auch Robben, Wale, Rentiere und Polarfüchse. Für Eisbären gilt zudem ein ausdrückliches Verbot: Sie dürfen laut den lokalen Regeln nicht unnötig gestört, angelockt oder verfolgt werden.

Person bezahlt Bußgeldbescheid

Die betroffene Person hat den Bußgeldbescheid der Mitteilung zufolge akzeptiert und die Geldstrafe bereits bezahlt. Der Name der Person wurde nicht veröffentlicht.

Es ist nicht der erste Fall dieser Art in der Region. Laut BBC wurde bereits 2024 ein Tourist mit einer Geldstrafe von 11.500 Kronen belegt, weil er einem Walross zu nahe gekommen war.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema