Scholz sagte weiter: „Zusammenhalten, wenn es eng wird, genau das hat die Gewerkschaften immer ausgezeichnet. Bei aller Progressivität, bei allem Vorwärts, keiner wird zurückgelassen.“ Das sei die Stärke der Gewerkschaft, „und das ist die Stärke unseres Landes“. An die Adresse der EVG betonte Scholz, der Schienenverkehr in Deutschland gehöre zur kritischen Infrastruktur, die geschützt werden müsse.
Eröffnet wurde der Gewerkschaftstag im Hotel Estrel in Berlin-Neukölln vom amtierenden Vorsitzenden Klaus-Dieter Hommel. Auch die Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Yasmin Fahimi, sprach am Abend. Rund 600 Delegierte und Gäste werden auf der Veranstaltung erwartet. Am Montag wählen sie einen neuen Vorsitzenden.
Hommel tritt nicht mehr für das Amt an. Als voraussichtlich einziger Kandidat stellt sich sein bisheriger Stellvertreter Martin Burkert zur Wahl des Nachfolgers. Er übernähme künftig auch Hommels Sitz im Aufsichtsrat des Deutsche-Bahn-Konzerns.
Der Kongress dauert bis Donnerstag. Auch Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sowie der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, Michael Theurer, werden in der kommenden Woche erwartet. Am Mittwoch plant die Gewerkschaft eine Demonstration vor dem Bundesverkehrsministerium gegen drohende Kürzungen im Schienengüterverkehr.
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