Die Rückschläge unterhalb der Woche können Fischer nicht von den gesetzten Zielen abhalten. So hartnäckig, wie der Union-Trainer auch als zwischenzeitlicher Tabellenführer den Klassenerhalt bis zum Erreichen der 40-Punkte-Marke ausgab, so hartnäckig fokussiert sich der Schweizer auf die dritte internationale Teilnahme in Folge. „Das war das Gesicht, das wir zeigen müssen, um uns am Schluss für das internationale Geschäft zu qualifizieren“, sagte Fischer nach der 1:2-Niederlage bei Borussia Dortmund, „die Leistung macht Mut.“
Dass die Köpenicker nach der verpassten Titelchance im DFB-Pokal nun auch den theoretisch noch möglichen Angriff auf den Meistertitel ablasen müssen, nimmt der 57-Jährige äußerlich gelassen hin, so wie er auch in anderen Situationen stets die Ruhe bewahrt. Die Berliner setzen sich dabei nicht dem Druck aus, trotz der guten Ausgangssituation als Tabellendritter mit 51 Punkten unbedingt die Qualifikation zur Champions League auszurufen. Sie könnten es tun, ohne des Größenwahns bezichtigt zu werden.
Vier Zähler Vorsprung haben die Eisernen vor dem auf dem fünften Platz liegenden SC Freiburg, zehn Punkte sind es bei noch sieben ausstehenden Spielen auf Platz sieben, der zur Conference League berechtigen könnte. Am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) kommt der VfL Bochum ins Stadion an die Alte Försterei. Ein Sieg entspricht dem Selbstverständnis.
Dass Fischers Reaktionen nach der Niederlage beim Tabellenzweiten in Dortmund ambivalent sind, verdeutlicht die gehobenen Ansprüche des immer noch jüngsten Mitglieds der nationalen Eliteliga: „Nach dem 1:1 hast du vier oder fünf Möglichkeiten, die wir nicht nutzen und konsequenter hätten ausspielen müssen.“
Gerade die Szene, die zum 1:2 führte, verbitterte die Berliner Gemüter. Ein Rückpass von Paul Seguin war zu kurz geraten, der eingewechselte Youssoufa Moukoko traf in der 79. Minute. Dabei hatte Union nach dem Ausgleich durch Kevin Behrens (61.) Hoffnungen auf einen oder gar drei Punkte gehegt. „Das 2:1 lag vom Gefühl her auch für uns in der Luft, wir waren mutig, sehr offensiv. Und dann machst du den einen Fehler zu viel und dann wird es sehr schwer hier vor der Kulisse“, sagte Rani Khedira, „wir haben den einen entscheidenden Fehler zu viel gemacht.“
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