Champions League

Die Eisbären schaffen den Sprung in die K.o-Runde

Die Berliner gewannen am Donnerstagabend gegen den schwedischen Verein aus Lulea.

Benedikt Paetzholdt
2 Min
Ein Eisbären-Fan schwenkt eine Fahne der Eisbären Berlin.

Ein Eisbären-Fan schwenkt eine Fahne der Eisbären Berlin.

© picture alliance / dpa

Trotz der Reise ins ferne Lappland, wo die Luft so kühl ist, dass Facebook hier sein erstes Rechenzentrum außerhalb der Vereinigten Staaten errichtete, mussten Heimatgefühle bei den Berlinern aufkommen. Die Unterstützung war ähnlich frenetisch wie zu Hause. Es war den 50 Berliner Fans zu verdanken, dass dieses Duell vor 2921 Zuschauern, die sich aber kaum bemerkbar machten, zumindest Ansätze von Stimmung erlebte. Dass ihre Mannschaft, immerhin CHL-Sieger von 2015, hier ums Überleben in der Liga der Champions spielte, schien die Menschen am Bottnischen Meerbusen nur bedingt zu interessieren. Ein Testspiel der Nationalmannschaft gegen Finnland, das zur gleichen Zeit im TV lief, war für die Schweden der wahre Eishockeyknaller an diesem Abend.

Führung in der zweiten Minute

Was die Heimmannschaft dem Publikum und den Scouts der NHL-Klubs Vancouver Canucks und Buffalo Sabres anbot, war auch wenig werbewirksam. Nach etwas mehr als zwei Minuten verwandelte Julian Talbot einen Angriff nach Zuspiel von Jonas Müller zur Berliner Führung. So sehr sich die Schweden anschließend auch mühten, die ganz große Gefahr wollte nicht aufkommen für Eisbären-Keeper Petri Vehanen. Beide Mannschaften starten kommende Woche in die nationale Liga. Die Eisbären wirken darauf deutlich besser vorbereitet als Lulea Hockey.

Das zeigte sich gerade auch im Mittelabschnitt. Als die Gastgeber zur Hälfte entschieden, dieses Spiel verlorenzugeben, präsentierten sich die Eisbären torhungrig wie sonst nur in Testspielen gegen unterklassige Gegner. Zwischen der 31. und 36. Minute trafen Sven Ziegler sowie Darin Olver und Jamie MacQueen in Überzahl. Bei diesem Stand von 0:4 aus Gastgebersicht trieb es selbst die wackeren Lulea-Anhänger aus der Halle.

Somit verpassten sie die Ansätze einer Aufholjagd ihrer Mannschaft. Anton Hedmann (47.) und Ilari Melart knappe zwei Minuten später machten den Ausgang dieser Partie etwas erträglicher. Erleichterung sollte somit das dominierende Berliner Gefühl an diesem Tag bleiben, vor allem nach dem abschließenden 5:2 durch Daniel Fischbuch (58.)

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