Pankow

Eklat bei Amateurfußball in Pankow: Spieler prügeln sich – Polizei schreitet ein

Ein Amateurfußballspiel in Prenzlauer Berg muss aufgrund heftiger Auseinandersetzungen abgebrochen werden. Es kommt zu rassistischen Beleidigungen.

BLZ
2 Min
Bei einem Amateurfußballspiel in Pankow kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Bei einem Amateurfußballspiel in Pankow kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

© David Inderlied/dpa

In Prenzlauer Berg im Bezirk Pankow ist ein Amateurfußballspiel am Sonntag wegen einer gewalttätigen Auseinandersetzung abgebrochen worden. Nach derzeitigem Kenntnisstand gerieten drei Spieler gegen 12.30 Uhr auf dem Spielgelände in der Dunckerstraße mit einem Gegenspieler in eine körperliche Auseinandersetzung, teilte die Berliner Polizei mit. Die Auseinandersetzung hatte einen Abbruch der Partie zur Folge.

Berichten zufolge sollen die zwei Spieler der Gastmannschaft, im Alter von 36 und 53 Jahren, einen 38-jährigen Spieler der Heimmannschaft zu Boden gestoßen und festgehalten haben. Einer der beiden habe dabei den am Boden liegenden Spieler am Kopf getreten. Andere Teammitglieder griffen ein und trennten die Personen voneinander.

Pankow: Gegenspieler während Konfrontation rassistisch beleidigt

Auf dem Weg zu den Umkleidekabinen packte der 36-Jährige einen weiteren Spieler der Heimmannschaft, einen 39-Jährigen, am Kragen und schlug ihm mit der Faust gegen den Kopf. Beim Eintreffen der alarmierten Polizeikräfte hatte der 53-Jährige die Sportstätte bereits verlassen. Der 36-jährige Verdächtige wurde noch vor Ort angetroffen. Als dieser sich bedrohend gegenüber einer Zeugin zeigte und den Anweisungen der Polizei nicht folgte, wurde er von den Polizisten zurückgedrängt.

Während der Konfrontation soll der 36-Jährige von einem ihm unbekannten Gegenspieler rassistisch beleidigt worden sein. Beide angegriffenen Spieler klagten über Kopfschmerzen; der 38-Jährige wurde am Ort medizinisch versorgt, während der 39-Jährige eine Behandlung ablehnte.

Die Polizei beschlagnahmte den Stollenfußballschuh des 36-Jährigen als Beweismittel. Beide Mannschaften verließen das Gelände unter Begleitung der Polizei in unterschiedlichen Richtungen. Die zwei Angreifer stehen nun im Verdacht der gefährlichen Körperverletzung, wobei der jüngere der beiden zusätzlich wegen einfacher Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte belangt wird. Die Kriminalpolizei und die örtlichen Abschnittskommissariate der Polizeidirektion 1 (Nord) leiten die weiteren Ermittlungen. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Untersuchung der rassistischen Beleidigung übernommen.

Quelle: Polizei Berlin

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