Berlin - Wie dünn die Haut geworden ist. Fast nackt wage ich mich mitunter nicht auf die Straße, unter Menschen. Wildfremde können mich verletzen bis ins Mark. Wie der Betrunkene mit der Glatze auf der Pappelallee. „Abstand kannste wohl nicht“, röhrt er, als ich ihn mit Distanz umrunde. Seine Fahne reicht bis Zehlendorf. Er selbst dürfte seine Schwierigkeiten haben, die Regeln einzuhalten, hat er doch nicht einmal seine Gliedmaßen im Griff. Trotzdem hallt sein verächtlicher Satz lange nach.
Kolumne
Elefantenmantel gesucht
Wenn die Welt aus den Fugen gerät und der Alltag uns schreckt, dann brauchen wir eine Haut, die uns wärmt und schützt.
Barbara Weitzel
3 Min
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In kalten Zeiten braucht der Mensch Wärme.
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