Dafür spreche die Auffindesituation, hieß es am Montagnachmittag. „Bei den beiden erwachsenen Frauen ist nach derzeitigem Erkenntnisstand von einem Suizid auszugehen“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Alle Betroffenen wiesen demnach Messerverletzungen auf.
Weitere Erkenntnisse zum Tatgeschehen erhoffen sich die Ermittler von den Obduktionen der Leichen. Diese sollen am Dienstag erfolgen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Gegen die 42-Jährige solle ein Haftbefehl wegen Totschlags beantragt werden. Gegen deren Vater wegen Totschlags durch Unterlassen. Die Staatsanwaltschaft gehe aufgrund der bisherigen Erkenntnisse davon aus, dass er die Taten habe verhindern können, erklärte der Behördensprecher.
Nach seinen Angaben wurde der 70-Jährige von seiner anderen Tochter in seiner Wohnung in der Gelnitzstraße mit Messerverletzungen gefunden. Die Frau habe dann die Polizei alarmiert, so dass diese zu der Wohnung in der Kinzerallee eilte. Laut Staatsanwaltschaft waren Enkelin und Großmutter zu diesem Zeitpunkt vermutlich schon länger tot. Der genaue Todeszeitpunkt soll nun durch die Obduktionen herausgefunden werden.
Warum der Großvater in einer anderen Wohnung lebte als die Frauen war zunächst unklar. Völlig offen war zunächst auch das Motiv für die Tat. Die Familie soll relativ abgeschottet gelebt haben, hieß es.
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