Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) verzichten auf einen Besuch des Fußball-Europameisterschaftsspiels Niederlande gegen die Türkei am Sonnabend im Berliner Olympiastadion. Das geht aus den Antworten des Innen- wie des Außenministeriums auf Anfragen der Berliner Zeitung hervor.
Die beiden Politikerinnen überlassen damit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan die Bühne vor vermutlich Zehntausenden türkischen Zuschauern im Stadion.
Faeser, die auch Sportministerin ist, hat zuvor kritisiert, dass ein türkischer Nationalspieler bei einem EM-Spiel den von türkischen Rechtsextremen verwendeten sogenannten Wolfsgruß gezeigt hatte. „Die Symbole türkischer Rechtsextremisten haben in unseren Stadien nichts zu suchen“, schrieb die Politikerin bei X. Die EM „als Plattform für Rassismus“ zu nutzen, sei „völlig inakzeptabel“.
Faeser will nicht zum Türkei-Spiel in Berlin: „Aktuell gibt es keine Pläne“
Auf Anfrage der Berliner Zeitung zu einem etwaigen Stadionbesuch Faesers am Sonnabend schrieb das Bundesinnenministerium: „Aktuell gibt es keine Pläne, dass eine Vertreterin/ein Vertreter des BMI das Niederlande–Türkei-EM-Spiel am Samstag besucht.“
Angst vor Erdogan? Feige Faeser und die bösen grauen Wölfe
Vergleichbar fiel die Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Anfrage der Berliner Zeitung nach Baerbock aus: „Ein Besuch des EM-Spiels Niederlande–Türkei durch Außenministerin Baerbock ist nicht geplant.“
Ob Vertreter des Berliner Senats und namentlich Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) am Sonnabend zugegen sein werden, stand nach Aussagen der Senatsinnenverwaltung am Freitag noch nicht fest.
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