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Berlin

EM 2024: So feiern die Türkei-Fans in Berlin den Sieg gegen Österreich

Ein Autokorso am Hermannplatz oder am Kudamm: Das hat Tradition. Nach dem türkischen Viertelfinaleinzug kannte der Jubel der Fans in Berlin keine Grenzen mehr.

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Autokorsos fahren nach dem Sieg der Türkei durch Berlin. Gefeiert wird die türkische Mannschaft.

Autokorsos fahren nach dem Sieg der Türkei durch Berlin. Gefeiert wird die türkische Mannschaft.

© Christoph Soeder/dpa

Die Fußballnationalmannschaft der Türkei hat im EM-Achtelfinale gegen Österreich den Sieg geholt. Das wurde in der deutschen Hauptstadt von zahlreichen Türkei-Fans gebührend gefeiert.

Wie eine Reporterin der Berliner Zeitung berichtete, waren direkt nach dem Abpfiff Feuerwerk und Sirenen in Neukölln zu hören. Autokorsos mit Türkei-Fahnen setzten sich am Hermannplatz und in allen umliegenden Straßen in Bewegung, es wurde gehupt, während Pyrotechnik explodierte. Begleitet wurden die Autokolonnen von Motorradpolizisten der Berliner Polizei. Stellenweise ließen die Autofahrer die Motoren laut aufheulen, den Angaben zufolge waren viele Fans in Mietwagen unterwegs – einige rasten. 

Mehrere Polizeifahrzeuge standen derweil mit Blaulicht vor dem Zentrum Kreuzberg am Kottbusser Tor. Die Beamten fuhren regulierend im Kreisverkehr mit. Am Rand standen Personengruppen, zwei Jugendliche unterhielten sich: „Glaubst du, das eskaliert?“ – „Ja, ich denke schon.“ Auch auf dem Kudamm in Charlottenburg fand nach dem 2:1-Sieg der Türkei der schon traditionelle Autokorso statt. Es wurde kräftig gefeiert, Feuerwerk krachte, unsere Reporterin sprach von „Ausnahmezustand – aber friedlich“.


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Berlin-Neukölln: Schon vor Spielende wird Pyrotechnik gezündet

Zur Halbzeit war die Lage rund um den Hermannplatz in Neukölln noch ruhig gewesen, die Straßen größtenteils leer. Erst nach dem zweiten erfolgreichen Torschuss der Türkei zeigten die Fans ihre Freude zunehmend in den Straßen.

Die Berliner Polizei positionierte sich bereits vor Spielende rund um den Neuköllner Hermannplatz. In der Weserstraße explodierte Pyrotechnik, dichter Qualm zog auf. Kurz darauf fuhren mehrere Polizeiautos mit Blaulicht in Richtung Kottbusser Damm.

In den Fanzonen und an den Public-Viewing-Hotspots der Hauptstadt lagen sich die Fans schon während des Spiels in den Armen, sie jubelten und tanzten dem Sieg ihrer Mannschaft entgegen. Zahlreiche türkische Fans verfolgten das Achtelfinale beispielsweise auf der Berliner Fanmeile vor dem Brandenburger Tor, die für ein zusätzliches Public Viewing geöffnet war. Da das EM-Spiel nicht im frei empfangbaren Fernsehen übertragen wurde, nutzen viele türkische Fans die Möglichkeit. Die Fanmeilen-Veranstalter zählten über den Tag verteilt insgesamt rund 23.000 Besucher.

Tödlicher Unfall nach Türkei-Sieg in der vorigen Woche

In der vergangenen Woche war nach dem Sieg der türkischen Mannschaft gegen Tschechien in Berlin-Neukölln ein Fußgänger tödlich verunglückt. Dort gab es einen großen Autokorso auf der Hermannstraße. Die Polizei schließt nicht aus, dass der Tod des 67-jährigen Mannes im Zusammenhang mit einer Jubelfeier nach dem Sieg steht. Die Ermittlungen laufen noch.

Jubel beim Public Viewing: Die türkische Mannschaft baut die Führung aus.

Jubel beim Public Viewing: Die türkische Mannschaft baut die Führung aus.

© BLZ

Der 67-Jährige starb in der Nacht vom 26. auf den 27. Juni, nachdem er von einem Auto erfasst worden war. Mit einer Mahnwache wurde am Dienstag am Unfallort an ihn erinnert. Der Fahrer war nach dem Unfall zunächst geflohen. Später stellte sich aber ein 26-Jähriger bei der Polizei und gab an, der Unfallfahrer zu sein.

Nach Medienberichten sollen in seinem Auto auch Türkei-Fahnen geschwungen worden sein. Vor dem Unfall soll der Wagen mehrfach hupend und schnell fahrend gesehen worden sein. (mit dpa)

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