Warnung

„Ende 2028 ist das Problem wieder da“: Warum die GKV-Beiträge trotz Sparkurs steigen werden

Bundesgesundheitsministerin Warken will die Beiträge stabilisieren, doch Branchen-Insider Ralf Hermes sieht darin keine dauerhafte Lösung. Er fordert mehr Wettbewerb.

6 Min
Ein OP-Team bei der Arbeit: Nach dem Drei-Säulen-Modell finanziert vor allem der Staat die Klinikversorgung.

Ein OP-Team bei der Arbeit: Nach dem Drei-Säulen-Modell finanziert vor allem der Staat die Klinikversorgung.

© imago

Die Reaktionen sind überwiegend positiv. An den Maßnahmen, mit denen Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stabilisieren will, regt sich bisher wenig Kritik. 20 Milliarden Euro sollen damit im kommenden Jahr eingespart werden. An den Fehlern im System ändert sich jedoch nichts, sagt Ralf Hermes, Vorstand der IKK Innovationskasse.

Ende 2028 sei das Kostenproblem zurück, sagt der Krankenkassen-Manager. Die eigentliche Reform stehe noch aus. Hermes hat ein eigenes Modell entwickelt. Es sieht den Staat stärker in der Pflicht. Versicherte sollen nur noch 150 Euro im Monat zahlen, Arbeitgeber entlastet werden.

Die großen Lebensrisiken seien abgedeckt, sagt Hermes. Zahnersatz ist es nicht. Im Interview erklärt er, wie sein Drei-Säulen-Modell funktionieren soll, wieso er die Pflegeversicherung abschaffen will und warum er Zusatzversicherungen nicht unsozial findet.

Mit einem Abo weiterlesen

Sie haben bereits ein B+ Abo?

*