Für mehrere Stunden tagsüber im Restaurant sitzen? Für mich gar kein Problem. Mitten in der Arbeitswoche spontan ins Kino gehen? Fühlt sich verboten an. Als würde ich mich davonstehlen, schließlich schreibe ich keine Filmkritiken. Gleichzeitig kenne ich kaum einen größeren Luxus, als in einen Film abzutauchen, während es draußen noch hell ist.
Ich gönne mir das selten – an meinem Geburtstag vielleicht. Und ein- oder zweimal während der Berlinale. Leider bin ich, was Festival-Tickets angeht, notorisch schlecht organisiert. Meist bleiben mir nur die Randprogramme. Ich erinnere mich an einen Experimentalfilm aus der Dominikanischen Republik, in dem die Nilpferde plötzlich zu sprechen begannen. Skurril war das, ja. In diesem Moment wäre ich aber lieber im Café oder Restaurant gewesen.
Food
Endlich ein Kino ohne Popcornmief: Im Wolf kann man fantastisch essen
Das Neuköllner Wolf Kino zeigt nicht nur Filme, es ist auch ein lauschiges Café mit japanischem Mittagstisch und abends eine Bar. Unsere Kritikerin hat probegegessen.
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Ein Kino, in dem unsere Gastrokritikerin auch ohne Film sitzen mag: das Kino Wolf
© Markus Wächter/Berliner Zeitung