Energieversorgung Berlin

Vattenfall erhöht Strompreise

Die Berliner Stromkunden von Vattenfall müssen demnächst tiefer in die Tasche greifen. Der Grundversorgungstarif wird um fast 2,4 Prozent teurer. Verbraucherschützer empfehlen bei Preiserhöhungen, die Kosten mit anderen Stromanbietern zu vergleichen.

BLZ
2 Min
Für günstigen Strom lohnt ein Preisvergleich.

Für günstigen Strom lohnt ein Preisvergleich.

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Wie der Energiekonzern Vattenfall auf seiner Internet-Seite informiert, steigt für einen „typischen Berliner Haushalt“ mit einem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von 2200 Kilowattstunden im Grundversorgungstarif „Berlin Basis Privatstrom“ der Strompreis ab 1. April um 2,36 Prozent. Das entspricht nach Unternehmensangaben einem Mehraufwand von 1,34 Euro pro Monat. Der Grundpreis bleibt stabil. Allerdings wird die Belastung natürlich umso höher, je mehr Strom im Haushalt verbraucht wird.

Alle Berliner Vattenfall-Kunden werden laut Unternehmen persönlich angeschrieben und über die Preisänderung informiert.

Vattenfall hebt hervor, dass wegen der günstigen Beschaffungssituation in den ersten drei Monaten des Jahres 2014 die Strompreise für Kunden in der Hauptstadt stabil gehalten werden konnten – obwohl gesetzliche Umlagen zum Jahresbeginn erneut gestiegen seien und damit höhere Kosten entstanden. Allein die EEG-Umlage sei im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 18 Prozent gestiegen. Ab April gebe das Unternehmen nun die gestiegenen Umlagen, aber auch die gesunkenen Netzentgelte an seine Kunden weiter. Laut Vergleichsportal Check24 sind damit die Preise für die Grundversorgung in Berlin seit 2008 um fast die Hälfte gestiegen.

Günstigere Anbieter

Verbraucherschützer raten bei Preiserhöhungen grundsätzlich, die Kosten mit anderen Anbietern zu vergleichen. Laut Check24 sind in Berlin beim Wechsel zu einem günstigeren Versorger Einsparungen von 100 Euro und mehr möglich. Am einfachsten sind solche Preisvergleiche im Internet machbar.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen rät, dabei auf kurze Vertragslaufzeiten (höchstens ein Jahr) und kurze Kündigungsfristen (zwei Wochen zum Ende des Kalendermonats) zu achten, damit man im Bedarfsfall schnell wieder zu einem anderen und noch günstigeren Anbieter wechseln kann. Außerdem sollen Vorauszahlungen vermieden werden, weil man diese im Insolvenzfall – und solche gab es bereits mit vielen Tausenden Betroffenen – nicht oder nur zu kleinen Teilen zurückerhält. Auch Boni sollte man sich genau anschauen. (ml.)

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