Spritpreisentlastung

Entlastungsprämie: Arbeitgeber dämpfen Erwartungen

Steuerfreie 1000 Euro für Beschäftigte: Deutlich weniger Unternehmen dürften zahlen als bei der Inflationsausgleichsprämie 2022. Arbeitgeberverband kritisiert Merz und Klingbeil.

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BDA-Hauptgeschäftsführer Kampeter dämpft die Erwartungen an die Zahlung der Entlastungsprämie.

BDA-Hauptgeschäftsführer Kampeter dämpft die Erwartungen an die Zahlung der Entlastungsprämie.

© Michael Kappeler/dpa

Der Arbeitgeberverband BDA rechnet damit, dass die von der Bundesregierung geplante steuerfreie Entlastungsprämie von 1000 Euro deutlich weniger Beschäftigte erreichen wird als die vergleichbare Maßnahme aus dem Jahr 2022. BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter ist der Meinung, es würden „erheblich weniger Unternehmen" den Betrag an ihre Mitarbeitenden auszahlen, wie der Deutschlandfunk berichtet. Zum Vergleich: Die damals beschlossene Inflationsausgleichsprämie hatten mehr als 80 Prozent der Tarifangestellten erhalten.

Kampeter richtete seine Kritik direkt an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). Beide hätten mit der Ankündigung der Prämie Erwartungen in der Bevölkerung geweckt, die Erfüllung dieser Erwartungen jedoch bei den Unternehmen abgeladen. „Das gehöre sich nicht", so Kampeter. Er bemängelte zudem, dass Arbeitgeber und Gewerkschaften diesmal – anders als bei der Inflationsausgleichsprämie 2022 – nicht in die Entscheidung eingebunden gewesen seien.

Brandenburg will keine Prämie an Landesbeschäftigte zahlen

Auch auf Länderebene stößt die Prämie auf Zurückhaltung. Brandenburgs Finanzminister Daniel Keller (SPD) schloss eine Zahlung der Entlastungsprämie an Beamte und andere Landesbeschäftigte praktisch aus. Er halte es zwar für „absolut notwendig, die Menschen unseres Landes in der aktuellen Lage zu entlasten", teilte Keller mit. Gleichzeitig könne er sich „zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen, dass das Land Brandenburg eine zusätzliche Entlastungsprämie in der Höhe von je 1000 Euro an seine Landesbeschäftigten zahlt", wie die B.Z. berichtet.

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