Der in der Ostsee verirrte Buckelwal wird offenbar vor Ort sterben. Dies teilte Burkard Baschek vom Deutschen Meeresmuseum, der an der Rettung beteiligt war, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Mittwochmittag mit. Die Rettungsversuche werden eingestellt.
„Wir gehen fest davon aus, dass das Tier dort verstirbt“, so Baschek. Es sei die Zeit gekommen, „ihn gehen zu lassen“. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sagte: „Heute ist ein sehr emotionaler Tag. Seit dem 23. März hat der Wal sich insgesamt viermal festgelegt.“
Wal strandete immer wieder an der Ostseeküste
Laut Experten atme der Wal nur noch etwa alle vier Minuten. Er habe nicht mehr auf die Paddel der Boote reagiert. Es gebe „keine Aktivität, die uns Anlass zur Hoffnung gibt“. Baschek sagte weiter: „Das Tier wieder zu animieren, wäre reine Tierquälerei.“ Rund um das gestrandete Tier wurde eine 500 Meter große Sperrzone eingerichtet.
Odyssee in der Ostsee: Wir müssen uns den Buckelwal Timmy als glückliches Tier vorstellen
Das Tier hatte sich Anfang März in die Nähe der Ostseeküste begeben. Am 23. März strandete das Tier erstmals auf einer Sandbank vor dem Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein. Eine aufwendige Rettungsaktion konnte den Wal jedoch nur kurz befreien. Das Tier fand keinen Ausweg aus der Wismarer Bucht und geriet so schließlich erneut in zu flaches Wasser.
Am Mittwoch lag der Wal, der von einigen Medien „Timmy“ getauft wurde, noch immer vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns in flachem Wasser.
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