Erdbeben

Nächtliches Beben in Japan: Region Tokio meldet Dutzende Verletzte

Ein nächtliches Erdbeben hat den Großraum Tokio aufgeschreckt und den Bahnverkehr beeinträchtigt – die Behörden warnen vor weiteren Beben.

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Das Erdbeben im Osten Japans führte bei Zügen von JR East zu Verzögerungen.

Das Erdbeben im Osten Japans führte bei Zügen von JR East zu Verzögerungen.

© Michael Bihlmayer/imago

Ein Erdbeben der Stärke 5,9 hat in der Nacht zum Sonntag den Osten Japans einschließlich des Großraums Tokio erschüttert und mindestens 37 Menschen verletzt. Das Epizentrum lag nach Angaben der japanischen Wetterbehörde im Süden der Präfektur Ibaraki in 70 Kilometern Tiefe. 

Eine Tsunamigefahr bestand nicht. Das Beben löste automatische Erdbebenwarnungen auf Mobiltelefonen in der Region aus.

Die Verletzten wurden aus fünf Präfekturen gemeldet, die meisten aus Tokio. Nach Angaben der Feuerwehr- und Katastrophenschutzbehörde wurden die Betroffenen überwiegend im Schlaf von den Erschütterungen überrascht.

Störungen im Bahnverkehr

Nach Angaben des Betreibers East Japan Railway kam es zu Verzögerungen bei Expresszügen zum Flughafen Narita und bei Regionalzügen im Nordosten. Die Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge fuhren normal. Im Tokioter Stadtteil Koto brach nach Berichten des Senders NHK eine unterirdische Wasserleitung, sie wurde inzwischen repariert.

Die Atomaufsichtsbehörde meldete keine Auffälligkeiten an rund einem Dutzend Kernkraftwerken und weiteren kerntechnischen Anlagen. Ministerpräsidentin Sanae Takaichi teilte auf der Plattform X mit, die Regierung habe einen Krisenstab eingerichtet.

Die Wetterbehörde rief die Menschen in der Region auf, in den kommenden Tagen mit weiteren Erschütterungen ähnlicher Stärke zu rechnen. Im Vormonat waren bei einem Beben der Stärke 7,1 in der Region Kumamoto auf der südlichen Hauptinsel Kyushu 38 Menschen ums Leben gekommen, 364 wurden verletzt.

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