Preetz

Ergebnis der Obduktion: Dreijährige aus Preetz ertrank im Gartenpool

Nach dem Tod des autistischen Mädchens liegt das vorläufige Sektionsgutachten vor. Hinweise auf eine Gewaltanwendung gibt es nicht.

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Die Trauer in Preetz ist nach dem Tod eines Mädchens groß.

Die Trauer in Preetz ist nach dem Tod eines Mädchens groß.

© Carsten Neff/dpa

Das dreijährige Mädchen aus Preetz in Schleswig-Holstein ist ertrunken. Das vorläufige Ergebnis der Obduktion bestätige Ertrinken als Todesursache, teilte die Polizeidirektion Kiel am Freitag mit. Anzeichen für eine Gewaltanwendung seien nicht festgestellt worden.

Auch die Staatsanwaltschaft Kiel bestätigte gegenüber dieser Redaktion das Sektionsergebnis. Ob Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden im Sinne eines Fahrlässigkeitsvorwurfs bestünden, könne erst nach Abschluss des Todesermittlungsverfahrens mitgeteilt werden, erklärte Oberstaatsanwalt Michael Bimler auf Anfrage.

Stundenlange Suche nach dem Kind

Die Dreijährige hatte am Mittwochmittag ihr Zuhause in Preetz mit unbekanntem Ziel verlassen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin war das Mädchen Autistin und habe dazu geneigt, sich zu verstecken. Das Kind sei zudem dringend auf medizinische Hilfe angewiesen gewesen. Die Polizei hatte die Bevölkerung um Mithilfe gebeten und Anwohner aufgefordert, in eigenen Gärten, Schuppen und Garagen nachzusehen.

Bei der Suche kamen laut Polizei ein Hubschrauber, Drohnen und Diensthunde zum Einsatz. Gesucht worden sei in allen Ortsteilen, insbesondere in Kleingartenanlagen, sagte die Polizeisprecherin. An der Suche beteiligten sich zahlreiche Einsatzkräfte sowie Anwohner. Schließlich wurde das Kleinkind tot in einem Gartenpool auf dem elterlichen Grundstück entdeckt, wie die Kieler Nachrichten berichteten.

Wann genau die Dreijährige zu Tode kam, ist nach Angaben der Polizei weiterhin nicht geklärt. Frühere Angaben zum mutmaßlichen Zeitpunkt des Ertrinkens nahm die Polizeidirektion Kiel in einer Korrekturmeldung am Freitagnachmittag ausdrücklich zurück. Sicher sei, „dass das Kind mehrere Stunden tot war, bevor die Leiche geborgen wurde“.

Pool zunächst nur oberflächlich kontrolliert

Bei der Suche nach dem Mädchen war der Gartenpool, in dem das Kind schließlich gefunden wurde, nach Angaben der Ermittler zunächst nicht gründlich abgesucht worden. Bei einer ersten Durchsuchung des Grundstücks sei der Pool nur oberflächlich in Augenschein genommen worden, wie Oberstaatsanwalt Bimler den Kieler Nachrichten sagte. Auch eine genauere Absuche gegen Mitternacht habe nicht zum Fund der Dreijährigen geführt.

Die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Todes dauern an. Ein endgültiges Obduktionsergebnis steht noch aus.

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