Erstklässler in Berlin

Heute starten die Grundschulanmeldungen für 30.000 Kinder

An diesem Montag beginnen wieder die Grundschulanmeldungen für Berliner Kinder. Ab diesem Jahr wird es für Eltern leichter, ihr Kind noch ein Jahr länger in der Kita zu lassen.

Martin Klesmann
3 Min
Vor einem Monat wurden die letzten Erstklässler in Berlin eingeschult, an diesem Montag beginnen die Anmeldungen fürs nächste Schuljahr.

Vor einem Monat wurden die letzten Erstklässler in Berlin eingeschult, an diesem Montag beginnen die Anmeldungen fürs nächste Schuljahr.

© Gerd Engelsmann Lizenz

Für die Eltern von 30.000 künftigen Erstklässlern stellt sich nun die Frage, welche Grundschule die passende für das Kind ist. Vom 5. bis zum 16. Oktober laufen die Anmeldungen für das kommenden Schuljahr 2016/17. Anzumelden ist das Kind in jedem Fall an der Einzugsbereich-Grundschule, dort können Eltern auch einen Wechsel an eine andere Schule oder die Rückstellung des Kindes beantragen. Gut 360 staatliche und auch viele private Grundschulen gibt es in Berlin.
Was die Einschulung angeht, befindet sich Berlin in diesem Jahr in einer Übergangsphase. Denn auf Druck der mitregierenden CDU ist die bundesweit einzigartige Früheinschulung in der Hauptstadt revidiert worden. Ab dem Schuljahr 2017/18 sind nur noch die Kinder schulpflichtig, die bis zum 30. September eines Jahres geboren sind. Alle Kinder, die bis Ende März des darauffolgenden Jahres geboren wurden, können dann noch eingeschult werden – wenn die Eltern dies wünschen.

Einfachere Rückstellung

Künftig sind also die Kinder, die eingeschult werden müssen, mindestens drei Monate älter als bisher. Bisher war der ganze Jahrgang schulpflichtig. Das führte dazu, dass bereits Fünfeinhalbjährige eingeschult wurden, obwohl sie aus Sicht vieler Lehrer noch nicht schulreif waren. Die alte Regelung gilt zwar formal noch einmal bei den nun anstehenden Anmeldungen für das kommende Schuljahr weiter. Allerdings sollen Rückstellungs-Wünsche nun einfach erfüllt werden. Eltern eines Kindes, das zwischen dem 1. Oktober und dem 31. Dezember 2010 geboren wurde, müssen lediglich auf dem Anmeldebogen ankreuzen, ob sie eine Rückstellung wünschen. Dem werde dann auch entsprochen, hieß es in mehreren Schulämtern. Dann kann das Kind noch ein Jahr länger in der Kita bleiben.
Sollten Eltern noch unentschieden sein, können sie auf dem Anmeldebogen zunächst auch nur „Rückstellung wird erwogen“ ankreuzen. Definitiv entscheiden müssen sie sich dann bis Ende März.
Die meisten Grundschulen bieten einen offenen Ganztagsbetrieb an. Das heißt: Bis zum Mittagessen ist Unterricht, danach finden Freizeitangebote und Betreuung im Hort statt. Es gibt aber auch so genannte gebundene Ganztagsschulen, an denen sich Unterricht und Freizeitangebote bis 16 Uhr abwechseln. Das hat neben dem Wechsel von An- und Entspannung auch noch finanzielle Vorteile: Denn an gebundenen Ganztagsschulen entfallen die Hortgebühren, dort werden lediglich 37 Euro Essensbeitrag fällig. An den anderen Schulen zahlen die Eltern einen einkommensabgängigen Beitrag für den Hort.
Wer schon mal planen will: Die Einschulungsfeiern finden im kommenden Jahr am 10. September statt.

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