Die Bevölkerung in Deutschland ist im vergangenen Jahr erstmals seit 2020 wieder geschrumpft. Die Zahl der älteren Menschen wächst weiter, während die Nettozuwanderung deutlich zurückging.
Fast durchgehendes Wachstum seit 2011 gestoppt
Zum Jahresende 2025 lebten 83,5 Millionen Menschen in Deutschland und damit 110.000 Personen oder 0,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mit. Seit 2011 war die Bevölkerung mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 kontinuierlich gewachsen.
Hintergrund des Rückgangs ist nach Angaben der Behörde ein Geburtendefizit von 352.000, das durch die Nettozuwanderung von 235.000 Personen nicht ausgeglichen werden konnte. Im Vorjahr hatte der Wanderungssaldo noch bei 430.000 gelegen.
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Berliner Geburtenrate auf Rekordtief
Berlin legt zu, Brandenburg und der Osten mit leichtem Minus
Einen Bevölkerungszuwachs verzeichneten 2025 ausschließlich die drei Stadtstaaten. In Berlin stieg die Einwohnerzahl um 0,4 Prozent auf rund 3,7 Millionen Menschen. Auch Hamburg wuchs um 0,4 Prozent auf etwa 1,87 Millionen Einwohner, Bremen legte um 0,3 Prozent auf knapp 707.000 zu.
Brandenburg verlor laut Destatis rund 4900 Einwohner und kam zum Jahresende auf gut 2,55 Millionen Menschen. In den übrigen ostdeutschen Flächenländern fiel der Rückgang teilweise stärker aus: Thüringen verlor mit minus 1,0 Prozent anteilig am meisten Einwohner und ist bei knapp 2,08 Millionen, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit minus 0,7 Prozent und 2,12 Millionen. Sachsen schrumpfte auf rund 4,03 Millionen Menschen, in Mecklenburg-Vorpommern blieb die Einwohnerzahl mit knapp 1,57 Millionen nahezu stabil.
Insgesamt ging die Bevölkerung in den östlichen Bundesländern um 0,5 Prozent oder 57.000 Personen zurück, in den westlichen Ländern um 0,1 Prozent oder 68.000 Personen.
Mehr Ältere, weniger Erwerbstätige
Die Zahl der 60- bis 79-Jährigen nahm laut Statistischem Bundesamt um 2,8 Prozent oder 358.000 zu. Grund sei das Hineinwachsen der Babyboomer in diese Altersgruppe. Die Zahl der Menschen ab 80 Jahren ging dagegen um 151.000 zurück, weil die geburtenschwachen Jahrgänge des Kriegsendes dieses Alter erreichten. Insgesamt stieg der Anteil der Menschen ab 60 Jahren auf 31 Prozent.
Die ausländische Bevölkerung wuchs nach Angaben der Behörde nur noch um 39.000 Personen auf 12,4 Millionen. Die größten Gruppen stellen Türken mit 1,39 Millionen sowie Staatsangehörige aus der Ukraine mit 1,17 Millionen.
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