Denkmalschutz

Es geht auch mit Respekt: Wie eine Wirtschaftsuni den DDR-Staatsratssaal restauriert

Erstmals gibt der Bund Millionen für die Sanierung eines Juwels der Ost-Moderne – die ESMT macht historische Räume im einstigen Staatsrat für Bildung nutzbar.

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Die Management-Hochschule ESMT besitzt auf dem Dach die größte Solaranlage im Berliner Zentrum. Georg Garlichs, Chief Financial Officer, r.) und Joanna Radeke, Direktorin für Nachhaltigkeit, zeigen die Anlage und den ungewöhnlichen Ausblick

Die Management-Hochschule ESMT besitzt auf dem Dach die größte Solaranlage im Berliner Zentrum. Georg Garlichs, Chief Financial Officer, r.) und Joanna Radeke, Direktorin für Nachhaltigkeit, zeigen die Anlage und den ungewöhnlichen Ausblick

© Dahahm Choi für Berliner Zeitung

Sorgfältige Restaurierung eines Juwels der Ost-Moderne? Noch dazu mit Mitteln der Bundesrepublik? Der Umgang mit dem Gebäude des ehemaligen DDR-Staatsrates in der historischen Berliner Mitte ist eine der schönen Ausnahmen im Umgang mit DDR-Architektur. Palast der Republik und Ahornblatt zum Beispiel hatten keine Gnade gefunden.

Jetzt  beginnt tatsächlich die lange erwartete Sanierung der wichtigsten historischen Räume im ersten für die DDR-Regierung im historischen Zentrum Berlins neu errichteten Gebäude – und erstmals beteiligt sich der Bund finanziell in erheblichem Maße.

Den seit 1993 denkmalgeschützten einstigen Repräsentationsbau übernahm 2002 die internationale Wirtschaftsuniversität ESMT Berlin (European School of Management and Technology), veranlasste und finanzierte umgehend eine Generalsanierung, und bewies seither hohen Respekt für das Bauwerk. Er gilt als das Meisterstück des jüngst im Alter von 96 Jahren verstorbenen Roland Korn, von 1973 bis 1989 Chefarchitekt der DDR-Hauptstadt, und leitete die Abkehr vom sowjet-stalinistisch inspirierten Zuckerbäckerstil der heutigen Karl-Marx-Allee ein.

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