ESC-Gewinnerin

So sieht Conchita Wurst als Mann aus

Europa hat der Vollbart-Diva Conchita Wurst die Gesangskrone des Kontinents aufgesetzt. Doch wer verbirgt sich hinter dem Vollbart, der Perücke und den betörend langen Wimpern? Hier geht's zur Antwort.

BLZ
2 Min
Conchita Wurst nach dem ESC-Sieg mit Bart und langen Haaren (l) und als Tom Neuwirth ohne Bart und mit Kurzhaarfrisur in der dritten Staffel der ORF-Casting-Show "Starmania" im Jahr 2007.

Conchita Wurst nach dem ESC-Sieg mit Bart und langen Haaren (l) und als Tom Neuwirth ohne Bart und mit Kurzhaarfrisur in der dritten Staffel der ORF-Casting-Show "Starmania" im Jahr 2007.

© dpa Lizenz

Mit der vollbärtigen Dragqueen Conchita Wurst und ihrer pompösen Popballade „Rise Like A Phoenix“ hat Österreich in der Nacht zum Sonntag zum ersten Mal seit Udo Jürgens 1966 den Eurovision Song Contest (ESC) gewonnen. „Conchita“ steht für „heiße Latina“, „Wurst“ ist ein anderes Wort für „egal“. „Es ist mir Wurst“ - egal, ob jemand schwul ist oder als Mann Frauenkleider trägt oder sonst wie aussieht, das ist das Credo der Kunstfigur Conchita Wurst, hinter der Tom (eigentlich Thomas) Neuwirth steckt.

Doch wer ist er, dieser Tom Neuwirth? Ein Foto stellt den jungen Mann und seine Figur gegenüber:

Aufgenommen wurde das Bild mit der Kurzhaarfrisur im Jahr 2007, als Tom Neuwirth den zweiten Platz bei der ORF-Castingshow „Starmania“ belegte. Darauf folgte eine erfolglose Boyband, Gelegenheitsarbeiten, das Nachholen des Abiturs und der Abschluss der Ausbildung zum Modedesigner.

2011 gab er seiner Figur Conchita Wurst den letzten Schliff und machte erste Schlagzeilen bei der ORF-Talentshow „Die große Chance“. 2012 wurde Wurst Zweite beim österreichischen Song-Contest-Vorentscheid. Im Jahr 2013 sah sie mancher deutsche TV-Zuschauer in der RTL-Doku-Soap „Wild Girls - Auf High Heels durch Afrika“.

Im vergangenen Jahr entschied der ORF dann, übrigens ohne Publikumsshow, Conchita solle die Alpenrepublik in Kopenhagen vertreten. Der Rest ist seit Samstagabend Gesichte. (BLZ/dpa)

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema