Leid zum Anfassen

Flucht als Escape-Room – die Perversion der gespielten Empathie

Ein preisgekröntes Projekt lädt dazu ein, Flucht nachzuspielen. Doch was als Sensibilisierung gedacht ist, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als perverse Selbstinszenierung einer saturierten Gesellschaftsschicht.

4 Min

Ein kürzlich im WDR-„Morgenmagazin“ ausgestrahlter Beitrag zeigte ein beklemmendes Szenario: In Duisburg macht der mobile Escape-Room „Unbekanntes Unbehagen“ Station, ein Projekt der Flüchtlingshilfe Bonn. Darin werden die Teilnehmer mit einer fiktiven Realität konfrontiert. Persönliche Gegenstände wie Handy und Schuhe werden ihnen abgenommen, Anweisungen in einer fremden Sprache erteilt, sie werden nummeriert und fotografiert.

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