Impfdebatte

„Ethik des Islam“: Zentralrat der Muslime will allgemeine Corona-Impfpflicht

Impfen rette Leben und bedeute Solidarität, sagt der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek. Es müsse aber noch mehr um die Mitwirkung von Moscheen geworben werden.

Team News Carola Tunk AFP/ctu
1 Min
In Deutschland sind 71,2 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. (Symbolbild)

In Deutschland sind 71,2 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. (Symbolbild)

© dpa/Robert Guenther

Nach Angaben Mazyeks liegt die Impfquote unter muslimischen Bürgern leicht über dem allgemeinen Durchschnitt. In manchen Gemeinden seien es nach eigenen Erhebungen 90 Prozent und mehr. Zugleich betonte der ZMD-Vorsitzende jedoch: „Wir müssen noch mehr werben und noch mehr Moscheen gewinnen, dabei mitzumachen.“ Bereits seit dem Sommer läuft eine Impfkampagne des ZMD, zu der regelmäßige Freitagspredigten, Aufklärungsveranstaltungen und Schulungen von Multiplikatoren gehören.

Laut den jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland 71,2 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 38,7 Prozent haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten. Die hohe Zahl von Ungeimpften bereitet Experten nicht zuletzt auch wegen der besonders ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus große Sorgen. Im Bundestag wird deshalb über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht beraten.

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