Am Alexanderplatz ist es bei einer propalästinensischen Demonstration am Donnerstagabend zu Ausschreitungen und etwa 50 Festnahmen gekommen. „In der Spitze waren es 800 Teilnehmende, die anfangs auch sehr friedlich waren“, sagte eine Sprecherin der Polizei. Mehrere Demonstrierende hätten sich später auf die Straßenbahngleise gesetzt und legten so den Straßenbahnverkehr vorübergehend lahm. Die Polizei forderte sie nach eigenen Angaben dazu auf, die Gleise zu verlassen. Daraufhin sei es zu körperlichen Auseinandersetzungen gekommen und die Versammlung wurde aufgelöst.
Protestteilnehmende haben den Angaben zufolge auch verbotene Parolen gerufen und Pyrotechnik gezündet. Vereinzelt seien auch Flaschen geworfen worden. Dabei wurden mehrere Polizisten verletzt.
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Am Donnerstag hatte es zudem im Rahmen propalästinensischer Proteste eine Farbattacke auf das Auswärtige Amt gegeben. Demonstrierende hatten die Fassade des Ministeriums mit roter Farbe beschmiert, während auf der gegenüberliegenden Straßenseite „Viva Palestina“ und andere Parolen gerufen wurden.
Die Proteste wurden angeheizt von den jüngsten Entwicklungen im Mittelmeer. Israelische Spezialeinheiten hatten dort eine Flotte von etwa 50 Booten mit Hilfslieferungen für den Gazastreifen gestoppt. Mehr als 400 Besatzungsmitglieder, unter denen vor allem Aktivistinnen und Aktivisten waren, wurden festgenommen.
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