Bulgarien

Letzte Hürde genommen: Bulgarien bekommt den Euro

Die EU-Finanzminister stimmten am Dienstag dafür, Bulgarien in den Euroraum aufzunehmen. Im nächsten Jahr bekommt das osteuropäische Land die Gemeinschaftswährung.

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Eine 1-Euro-Münze steht auf einem Tisch, umgeben von anderen Euro-Münzen.

Eine 1-Euro-Münze steht auf einem Tisch, umgeben von anderen Euro-Münzen.

© Hendrik Schmidt/dpa

Bulgarien hat aus Brüssel endgültig grünes Licht für die Einführung der Gemeinschaftswährung Euro erhalten. Nachdem bereits die EU-Kommission und die Staats- und Regierungschefs zugestimmt hatten, verabschiedeten die Finanzminister der EU-Staaten bei einem Treffen in Brüssel nun die notwendigen Rechtsakte. Damit hat das Balkanland die letzte Hürde genommen und kann zum 1. Januar 2026 seine Landeswährung Lew (Deutsch: Löwe) mit dem Euro ersetzen. Der Wechselkurs ist auf 1,95583 Lew zu einem Euro angesetzt.

Bulgarien ist seit 2007 Mitglied der Europäischen Union und wird das 21. Land, in dem mit Euro-Münzen und -Scheinen gezahlt wird. Der Beitritt zum Währungsraum erleichtert unter anderem Handel und Reisen: Für Unternehmen entfallen Risiken durch Wechselkursschwankungen, und auch Touristinnen und Touristen müssen kein Geld mehr umtauschen, was in der Regel mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Bulgarien wollte schon 2024 den Euro einführen

Ursprünglich hatte Bulgarien bereits Anfang 2024 den Euro einführen wollen. Wegen einer damals hohen Inflationsrate von 9,5 Prozent wurde der Beitritt zur Eurozone verschoben. Inzwischen erfüllt das Land jedoch alle notwendigen Kriterien – wie Preisstabilität, solide Staatsfinanzen und stabile Wechselkurse. Das hatten die Europäische Zentralbank und die EU-Kommission Anfang Juni bestätigt. Bulgarien wird somit das 21. – und ärmste – Land in der Eurozone.

In Bulgarien wird die Einführung der Gemeinschaftswährung von teils heftigen Protesten begleitet. Auch am Dienstag luden prorussische und nationalistische Euro-Gegner zu Protestaktionen in Sofia.

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