Die EU-Kommission hat grünes Licht für die geplante Beteiligung der Bundesregierung am Rüstungskonzern KNDS gegeben. Die Brüsseler Behörde, die größere Transaktionen in der EU prüft, stimmte den Plänen ohne Auflagen zu. Die Beteiligten seien nicht auf denselben Märkten tätig, hieß es zur Begründung. Auch wegen der Lieferungen von KNDS an das deutsche Verteidigungsministerium gebe es keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken.
KNDS produziert Waffensysteme wie den Kampfpanzer Leopard 2 und die Panzerhaubitze 2000. Nach Medienberichten wird der Wert des Unternehmens auf 20 Milliarden Euro geschätzt. Den früheren Angaben zufolge soll KNDS demnächst an die Börse gehen. Derzeit gehört der Konzern der deutschen Familie hinter Krauss-Maffei Wegmann sowie der französischen Regierung. Hauptsitz ist Amsterdam, die deutsche Zentrale liegt in München.
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Beteiligung soll später reduziert werden
Im Mai war bekanntgeworden, dass sich die Bundesregierung nach längeren Beratungen für einen Einstieg entschieden hat. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, will sich der Bund zunächst mit 40 Prozent an dem Panzerbauer beteiligen. Gleichzeitig wolle die Regierung die feste Absicht erklären, die Beteiligung „in einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren“ auf 30 Prozent zu reduzieren.
Zwei neue Produktionsstandorte in Deutschland geplant
KNDS plant nach Angaben von Deutschlandchef Florian Hohenwarter den Aufbau von zwei weiteren Produktionsstätten in Deutschland. Eine formale Entscheidung über die Standorte gebe es noch nicht, sagte Hohenwarter in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Bis zum Ende des Jahrzehnts rechne das Unternehmen mit einer Verdoppelung der Belegschaft um 4000 bis 5000 zusätzliche Mitarbeiter. (mit dpa)
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