Kunststoffpellets sind das Rohmaterial für die Herstellung aller Kunststoffe. Dabei handelt es sich laut Kommission meisten um Mikroplastik von bis zu 5 mm. Etwa beim Transport können Teile des Plastiks verschüttet werden und so in die Umwelt gelangen. Einmal dort, reichern sich die kleinen Partikel den Angaben zufolge in Tieren, einschließlich Fischen und Schalentieren, an und werden daher auch von Menschen mit der Nahrung aufgenommen.
Konkret sollen Firmen durch die neuen Regeln dazu verpflichtet werden, mehr Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. So sollen sie etwa Risikogutachten erstellen und darin Maßnahmen aufführen und umsetzen, wie sich vermeiden lässt, dass Mikroplastik in die Umwelt gelangt. Bevor die neuen Vorgaben Wirklichkeit werden, müssen das EU-Parlament und die EU-Staaten noch einen Kompromiss aushandeln.
Andere neue EU-Vorgaben für Mikroplastik treten bereits nach und nach in Kraft. Vor drei Wochen hatte die Kommission mitgeteilt, dass in Zukunft etwa der Verkauf von Produkten untersagt wird, denen Mikroplastik zugesetzt wurde und dieses bei der Verwendung freigesetzt wird. Das Verbot betrifft demnach beispielsweise Granulatmaterial auf Sportanlagen, Kosmetika wie Peelings oder Glitter, ebenso Spielzeug und Pflanzenschutzmittel.
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