Beim heutigen EM-Spiel der Türkei gegen Österreich wird die Berliner Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz sein. Für den Fall eines Sieges der türkischen Mannschaft beim Achtelfinalspiel, das um 21 Uhr in der Leipziger Red-Bull-Arena beginnt, wird mit langen Autokorsos in Berlin gerechnet.
Es gibt mehrere Straßen, wo Fußgänger nach dem Spielende gegen 23 Uhr besser nicht die Fahrbahn betreten sollten: Dazu gehören etwa der Kurfürstendamm in Charlottenburg und die Tauentzienstraße, über die bei türkischen Siegen in der Vergangenheit Hunderte Autos mit jubelnden Fans gefahren waren. Auch die Sonnenallee und die Hermannstraße behält die Polizei im Auge.
Diese dürfte mit Hunderten Beamten in Berlin im Einsatz sein, um unter anderem die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. „Nach den Vorkommnissen der Vergangenheit haben wir das Geschehen im Blick“, sagte ein Polizeisprecher, der sich auf den tödlichen Verkehrsunfall bezog, der sich in der vergangenen Woche in Neukölln ereignete.
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Am Mittwochabend war nach dem Einzug der türkischen Nationalmannschaft ins Achtelfinale ein Autokorso mit Türkei-Fans über die Hermannstraße gefahren. Ein Mercedes mit 500 PS raste dabei nach Angaben von Augenzeugen mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Karl-Marx-Straße. Er soll mehrere andere Fahrzeuge überholt haben und einen 67-jährigen Mann frontal erfasst haben. Dieser wurde mehrere Meter durch die Luft geschleudert. Trotz sofortiger Reanimationsversuche durch Passanten und dann Sanitäter der Feuerwehr konnte er nicht gerettet werden. Er starb noch am Unfallort.
Anstatt dem 67-Jährigen zu helfen, flohen der 26-jährige Fahrer des Cabrios und seine Mitinsassen, indem sie in ein anderes Auto einstiegen. Später stellte sich der Fahrer der Polizei.
Auch am Dienstag war noch nicht klar, ob das Unfallfahrzeug Teil des Autokorsos war. Die Ermittlungen dazu liefen noch, sagte der Polizeisprecher.
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