Genf - Zur Überprüfung der Evakuierung von Ost-Aleppo hat die UNO 31 Beobachter vor Ort entsandt. Die „internationalen und nationalen“ Beobachter stünden derzeit vor dem Viertel Ramussa im Süden der nordsyrischen Stadt Aleppo, sagte ein Sprecher des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten (Ocha) am Donnerstag in Genf.
Der UN-Sicherheitsrat hatte die Entsendung von Beobachtern in einer Resolution am Montag einstimmig beschlossen. Der Ocha-Sprecher Jens Laerke sagte, von den 31 UN-Beobachtern seien 20 bereits am Dienstagabend in der syrischen Hauptstadt Damaskus eingetroffen. Etwa hundert andere UN-Mitarbeiter, größtenteils Syrer, befänden sich bereits in Aleppo - aber nicht als Beobachter.
Die Konvois mit Zivilisten und Rebellen, die Ost-Aleppo verlassen, tun dies über Ramussa in Richtung der von bewaffneten Kämpfern kontrollierten Provinz Idlib. Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes erwartet, dass die Evakuierungsaktion in Aleppo am Freitag abgeschlossen wird. Nach seinen Angaben verließen bereits mindestens 25.000 Menschen Ost-Aleppo, das bewaffnete Gruppen seit 2012 gehalten hatten.
Syrische Regierungssoldaten hatten den Osten der Großstadt in der vergangenen Woche nach einer von der russischen Luftwaffe unterstützten Offensive eingenommen. Nach der vollständigen Evakuierung wird die gesamte Stadt wieder von den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad kontrolliert. (afp)
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