Kriminalität

Ex-RAF-Mitglied Klette soll mehr als 140.000 Euro in Schrankwand versteckt haben

Ex-RAF-Mitglied Daniela Klette hatte laut einem Bericht deutlich mehr Bargeld zur Verfügung als zunächst angenommen. 140.000 Euro wurden gefunden.

Team News AFP/BLZ
3 Min
In Karlsruhe wird die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette zu einem Hubschrauber geführt. 

In Karlsruhe wird die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette zu einem Hubschrauber geführt. 

© Uli Deck/dpa

Die mutmaßliche frühere RAF-Terroristin Daniela Klette hat wohl mehr Bargeld als bisher bekannt in ihrer Berliner Wohnung gehabt haben. Ermittler hätten bei der Durchsuchung ihrer Wohnung mehr als 140.000 Euro gefunden, berichtete die Welt am Sonntag unter Berufung auf Sicherheitskreise. Das Geld war demnach in einer doppelten Schrankwand versteckt. In Medienberichten war bisher von rund 40.000 Euro Bargeld und 1,2 Kilogramm Gold die Rede.

Klette war Ende Februar in Berlin-Kreuzberg festgenommen worden, nachdem sie mehr als 30 Jahre lang untergetaucht war. Mit dem Fall vertraute Quellen bestätigten der Welt am Sonntag dem Bericht zufolge, dass die Ermittler ihr durch einen Hinweis auf ein Capoeira-Festival in Berlin auf die Spur kamen. Klette und einer ihrer mutmaßlichen Komplizen, der weiterhin flüchtige Burkhard Garweg, nahmen den Angaben zufolge in der Vergangenheit mehrfach daran teil.

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Ex-RAF-Mitglieder mit Tarnname in Capoeira-Szene bekannt

Ermittlungen bei dem Veranstalter des Festivals hätten ergeben, dass Garweg und Klette in der Capoeira-Szene als „Ulli aus Zittau“ und „Daniela Schmidt“ bekannt gewesen seien. Weitere Hinweise hätten die Ermittler schließlich zu dem Mehrfamilienhaus in Kreuzberg geführt.

Nach Klettes Festnahme waren die Ermittler der Zeitung zufolge auch ihrem mutmaßlichen Komplizen Garweg offenbar dichter auf den Fersen als bisher bekannt. Auf die Spur des Bauwagenplatzes in Berlin-Friedrichshain, wo die Beamten Garweg vermuteten, seien sie durch die Auswertung von in Klettes Wohnung gefundenen Handys gekommen.

Fahndung nach Garweg und Staub geht weiter

Ein weiterer Einsatz führte die Ermittler demnach nach Hessen. Dort hätten sie das Fahrzeug einer Autovermietung beschlagnahmt. Nach Angaben der Welt am Sonntag war der Wagen von einer Spanierin in Berlin angemietet worden und befand sich auf dem Weg nach Madrid. Spuren ließen vermuten, dass Garweg in dem Fahrzeug gesessen haben könnte, berichtet die Zeitung. Bei einer Durchsuchung trafen die Beamten Garweg jedoch nicht an.

Neben Garweg wird auch nach dem weiteren mutmaßlichen Komplizen Ernst-Volker Staub gesucht. Dieser gehört ebenfalls zur früheren Kommandoebene der RAF und soll mit Klette gemeinsam Raubüberfälle begangen haben. Sein Aufenthaltsort ist allerdings auch weiterhin unbekannt. 

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