Fünf Jahre hat Grischa Prömel für den 1. FC Union Berlin gespielt. In dieser Zeit ist er in Köpenick sofort zum Fußballgott, Publikumsliebling und Leistungsträger geworden. Neben seiner Liebe für den Fußball hat der Mittelfeldspieler, der erst vor gut einem Monat mit der TSG Hoffenheim in der Alten Försterei spielte und das 2:0 seines Klubs vorbereitete, aber auch eine große Leidenschaft für das Surfen. Die konnte und kann er, wie er erst in diesem Jahr in einem Interview mit der Berliner Zeitung erzählte, zwar weder in der alten noch in der neuen sportlichen Heimat so richtig ausleben. Er fährt für das Erlebnis des Surfens lieber dorthin, wo es nicht nur stehende Wellen wie in deutschen Großstädten gibt.
Grischa Prömel spendet Geld für Ben Neumann
Für den nahezu blinden Para-Surfer Ben Neumann hingegen ist in Deutschland der Haupttrainingsort. Auf dem Eisbach in München trainiert er regelmäßig, bereitet sich dort auf internationale Wettkämpfe vor. Eine Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren hat er bereits gewonnen. Diesen Erfolg möchte er bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Kalifornien gerne wiederholen. Und an dieser Stelle kam Hobby-Surfer Prömel ins Spiel. Mit einer Spende machte es der Fußballprofi möglich, dass der 18 Jahre alte Neumann zur Para-WM vom 5. bis 11. November nach Huntington Beach reisen kann.
Für den Ex-Unioner eine Herzensangelegenheit: „Ben hat meinen größten Respekt. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, blind zu surfen. Das ist eine unglaubliche Leistung – ich war richtig fasziniert, als ich die Aufnahmen von seinen Surf-Sessions gesehen habe“, sagte Prömel: „Für mich war dann schnell klar, dass ich Ben unterstützen möchte. Da der Verband leider keine finanzielle Hilfe erhält, war es mir ein Anliegen, das Team zu unterstützen, damit sie ihrer Leidenschaft beim größten Wettbewerb ihrer Disziplin nachgehen können.“
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